Die Zählstelle am Schmitter-Zoll kann den Verkehr nicht korrekt zählen – wegen Falschparkierern

Die neue Verkehrszählstelle vor dem Schmitter-Zoll hat nicht korrekt gezählt. Jetzt reagiert der Diepoldsauer Gemeinderat.

Kurt Latzer
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Die Kantonspolizei greift beim Schmitter-Zoll rigoros durch und büsst Falschparkierer, wie beispielsweise am vergangenen Freitag.

Die Kantonspolizei greift beim Schmitter-Zoll rigoros durch und büsst Falschparkierer, wie beispielsweise am vergangenen Freitag.

Bild: kla

Viele Diepoldsauerinnen und Diepoldsauer befürchten, der Verkehr beim Grenzübergang Schmitter könnte stark zunehmen, sobald in Vorarlberg der neue Autobahnanschluss «Rheintal Mitte» betriebsbereit ist. Weil der Diepoldsauer Gemeinderat dieses ungute Gefühl der Bevölkerung kennt, lässt er seit dem Frühjahr die Frequenzen beim Schmitter Zoll mit modernster Technik erfassen. «Ist ‹Rheintal Mitte› fertig, können wir den Verkehr vor- und nachher vergleichen», sagt Roland Wälter, Gemeindepräsident von Diepoldsau.

Damit die Zählstelle richtig funktioniert, musste das Parkplatzregime an der Strasse neu geregelt werden. Als Ersatz für die Autoabstellflächen längs der Strasse wurden direkt hinter den Hütten des Fischereivereins Mittelrheintal sechs Ersatzplätze geschaffen. Dazu entlang der Strasse drei Plätze vor, und ein Platz nach den im Asphalt eingelassenen Messschlaufen.

Schlaufen blockiert, falsche Zahlen übermittelt

Nur ein Hauch weisser Farbe ist von den ehemaligen Parkfeldern noch zu sehen. Immer wieder aber stellen Automobilisten ihre Fahrzeuge dort ab, anstatt auf den deutlich markierten neuen Plätzen. So liefert die Messstelle falsche Zahlen. Der Gemeinderat hat rasch reagiert. Mehrmals täglich patrouilliert nun dort die Kantonspolizei. «Die Polizei greift rigoros durch und büsst Falschparkierer», sagt Roland Wälter.

Das war auch beim Augenschein am Schmitter-Zoll am vergangenen Freitag der Fall. Die Autos der Fehlbaren standen zwar auf den vorgesehenen Parkfeldern, eines allerdings mit zwei Rädern auf dem Trottoir. Auch das kostet. «Einige Leute haben ihre Fahrzeuge sogar in der Wiese entlang der Strasse abgestellt», sagt Roland Wälter. Um dem entgegen zu wirken, errichtet das Bauamt dort zurzeit einen Holzzaun.

So richtig klappt es mit dem Zählen noch nicht

Wie sich vor Ort zeigte, passieren nicht alle Fahrzeuglenker die Messstelle bei der Ausreise korrekt. Herrscht kein Gegenverkehr, bleiben einige Autofahrer nach dem Vorbeifahren an korrekt abgestellten Autos in Richtung Lustenau auf der linken Fahrbahn. Sie ordnen sich erst wieder nach rechts ein, nachdem sie die Messschlaufen im Asphalt passiert haben. «Da müssen wir noch mal genauer hinsehen, wenn sich alles eingependelt hat», so der Gemeindepräsident. Mit der Zählung der Fahrzeuge, die von Lustenau her den Grenzübergang Schmitter benützen, gibt es keine Probleme.

Übrigens: Sogar Velos und Motorräder können mit der hoch sensiblen Messeinrichtung von Personen- und Lastwagen unterschieden werden.