Die WM vor der WM

Der Eichberger Philipp Gubler hat sich für die Ironman-WM qualifiziert – aber auch für die 70.3-Weltmeisterschaft in Zell am See (Ö). Dort strebt er am Sonntag einen Top-5-Platz an.

Yves Solenthaler
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Philipp Gubler hat am Allgäu-Triathlon seine gute Form unter Beweis gestellt. (Bild: pd)

Philipp Gubler hat am Allgäu-Triathlon seine gute Form unter Beweis gestellt. (Bild: pd)

TRIATHLON. Im Mai war der 34-jährige Philipp Gubler in die USA gereist, um sich für die Ironman-WM auf Hawaii zu qualifizieren. Als Vorbereitung auf den Ironman in Texas bestritt er in Utah einen Ironman 70.3 (1,9 km Schwimmen, 90 km Rad, 21,1 km Laufen). Und qualifizierte sich gleich für die 70.3-WM – wie zwei Wochen später auch für die Ironman-WM.

Ziel: Fünfter Platz

Die grosse WM findet im Oktober statt. Genug Zeit, um am Sonntag an der 70.3-WM zu starten, die in Österreich (und damit erstmals in Europa) stattfindet. Zumal sich Gubler einer guten Form erfreut; am Allgäu-Triathlon vor zwei Wochen wurde er in Immenstadt über die olympische Distanz Zweiter in der Altersklasse 30 – 34, nur geschlagen vom Ironman-Weltmeister Sebastian Kienle. In Zell am See strebt Gubler nun den fünften Platz in seiner Altersklasse an: «Die Leistungsdichte ist gross, für viele ist diese WM schon der Saisonhöhepunkt», sagt Gubler, «aber Selbstzweifel sind fehl am Platz. Sonst findet man sich schnell im Mittelfeld wieder. Ich möchte etwas riskieren.»

Gubler reiste gestern mit viel Selbstvertrauen im Gepäck nach Österreich. Er fühlt sich frisch – auch weil er nach der Rückkehr aus Nordamerika bis zum Allgäu-Triathlon keine Wettkämpfe mehr bestritt.

Allerdings nicht freiwillig: Gubler laborierte lange an einer Zehenprellung: «Auf dem Rad und im Wasser konnte ich aber immer voll trainieren, einzig Lauftraining war natürlich nicht möglich.» Dank vieler Intervall-Trainings in dieser Phase hofft er darauf, dass er sich auch Wettkampfhärte aneignen konnte. Ob sich diese Hoffnung aber erfüllt, muss sich erst noch weisen.

Auf dem Rad in Topform

An der Weltmeisterschaft 70.3 setzt Gubler vor allem auf die Radstrecke: «Läuferisch bin ich noch nicht auf meinem höchsten Niveau, aber auf dem Rad bin ich in Topform.» Das harte Training während der Wettkampfpause sei auch psychisch hart gewesen: «Die Wettkämpfe fehlten halt. Aber die Aussicht auf die zwei Starts an Weltmeisterschaften haben mich motiviert.» Und nach der geglückten Hauptprobe im Allgäu reist Gubler zuversichtlich und mit grossen Ambitionen an die 70.3-Weltmeisterschaft: «Aber es ist doch die WM vor der WM. Das Augenmerk gilt dem Ironman vom 10. Oktober auf Hawaii.»