Kirchenmusikverband Berneck stellt die Weichen

Die Delegierten des Kirchenmusikverbandes stimmten einem Richtungswechsel zu.

Max Pflüger
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Die Delegierten dankten langjährigen und treuen Chormitgliedern für ihr grosses Engagement. (Bild: Max Pflüger)

Die Delegierten dankten langjährigen und treuen Chormitgliedern für ihr grosses Engagement. (Bild: Max Pflüger)

Ausserdem ehrten die Delegierten des Rheintalischen Kirchenmusikverbands 14 verdiente Chormitglieder und gratulierten ihnen zu ihrem dreissig-, vierzig-, fünfzig- und sogar sechzigjährigen Engagement für eine lebendige Kirchenmusik. 30 Jahre sangen Margrit Breitenmoser, Au, Luise Lei und Heini Loher, Berneck, sowie Josef Graber und Marcel Hutter, Kriessern, mit. Auf 40 Jahre Chormitgliedschaft können Saskia Breu-Weder, Diepoldsau, Susanne Kobelt-Weder, Diepolds- au und Marbach, sowie Toni Kobler, Rüthi, zurückblicken. Seit 50 Jahren dabei sind Lisbeth Schegg, Altstätten, Marie Louise Zoller, Au, sowie Helen Hengartner-Hutter und Annalies Messmer-Romer, Widnau. Sogar seit 60 Jahren singen Anton Gruber, Diepoldsau, und Vreni Grundlehner, St.Margrethen. Sie absolvierten in dieser Zeit nicht weniger als rund 2400 Proben und waren bei rund 900 Auftritten mit dabei. Im kommenden Jahr feiert der Kantonale Kirchenmusikverband des Bistums St.Gallen sein 150-Jahr-Jubiläum, unter anderem mit der Aufführung einer «Kleinen Festmesse». Sie wurde im Auftrag des Bistums vom jungen Vorarlberger Kirchenmusiker Thomas Thurnher (geboren 1966) komponiert. Die Uraufführungen finden am 7. November 2020 in der Kathe­drale St.Gallen und am 21. November in der Martinskirche in Dornbirn statt. Zum Mitsingen im Chor sind alle Sängerinnen und Sänger des Verbands herzlich eingeladen.

Landauf, landab lösen sich die Kirchenmusikverbände auf. Für die Ämter, die seit vielen Jahren von engagierten Persönlichkeiten ausgefüllt waren, finden sich immer weniger Nachfolger. Im Rheintal sollen die bewährten Strukturen jedoch nicht ersatzlos wegfallen, denn die Mehrzahl der Delegierten erachtet die vom lokalen Verband geleisteten Dienste als wertvoll und wichtig. Philipp Hautle, zurzeit Präses im Rheintaler Regionalverband, erläuterte die angedachte Alternative dazu: Es soll ein Rheintaler Kirchenmusikverband «light» geschaffen werden.

Derzeitige Statuten straffen und anpassen

Philipp Hautle, Verbandsdirigent André Vitek sowie ein weiteres Arbeitsgruppenmitglied sollen bis zur nächsten und letzten Delegiertenversammlung am 9. November 2020 in Rüthi die derzeitigen Statuten straf­-fen und anpassen. Einstimmig und ohne Enthaltungen stimmten die Delegierten der zwölf Rheintaler Chöre diesem Antrag zu.