Die Unfallursache bleibt unklar

Im Mai des vergangenen Jahres musste ein 61-jähriger Pilot in Mels notlanden, weil der Motor seines Flugzeugs ausgefallen war. Das Büro für Flugunfalluntersuchung konnte die Unfallursache nicht ermitteln.

Umberto W. Ferrari
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MELS. Der erfahrene und trainierte Pilot startete am späten Nachmittag des 24. Mai 2010 mit einer Frau als Passagier auf dem Flugplatz von Bad Ragaz mit Ziel Flugplatz Wangen-Lachen SZ am Obersee. Bei guten Wetterbedingungen dauerte der Flug 27 Minuten. Um 20.28 Uhr startete die Maschine ab Piste 08 für den Rückflug nach Bad Ragaz entlang der Walensee-Autobahn. Kurz nach Walenstadt wollte der Pilot seine Maschine von der ursprünglichen Flughöhe (1700 Meter über Meer) 300 Meter senken, um den Anflugsektor des Flughafens zu durchfliegen. Plötzlich begann der Motor des Flugzeugs auf 1500 Metern zu stottern. Der Pilot rechnete aufgrund der geringen Flughöhe und der verminderten Leistung des Motors nicht mehr damit, dass er bis zum Flugplatz Bad Ragaz fliegen konnte und befasste sich deshalb mit einer Notlandung. Als die Maschine rund 500 Meter über Grund war, stellte der Motor ganz ab, eine Notlandung war unausweichlich. Bei der Suche nach einem geeigneten Platz für die Notlandung kam dem Piloten laut BFU seine grosse Erfahrung als Segelflieger und Segelfluglehrer zugute. Bei der Notlandung wurde das linke Hauptfahrwerk abgerissen. Sowohl der Pilot als auch seine Begleiterin konnten das Flugzeug unverletzt verlassen. Bei der Untersuchung des Flugzeugs, namentlich auch des Motors, konnte das Büro für Flugunfalluntersuchungen keine Mängel feststellen, die mit Sicherheit zum Motorausfall führen konnten. Denkbar – aber nicht erwiesen – sei die Möglichkeit, dass eine Vereisung des Vergasers zum Ausfall führte.