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Die Suche nach dem easy Job

Wie man immer wieder gut bezahlte, wenig strenge sowie weitgehend stressfreie Jobs bekommt und es schafft, sie wieder zu vermasseln, zeigte das Duo Küttelbenz am Freitag in der Bühne Marbach.
Gerhard Huber
Mit musikalischer Kompetenz und wortgewaltiger Präsenz blödelte das Duo Küttelbenz (Patrick Benz, links, und Richi Küttel) über die Arbeit mit der Arbeit. (Bild: Ulrike Huber)

Mit musikalischer Kompetenz und wortgewaltiger Präsenz blödelte das Duo Küttelbenz (Patrick Benz, links, und Richi Küttel) über die Arbeit mit der Arbeit. (Bild: Ulrike Huber)

Es war kein leichter Abend für das Publikum in der voll besetzten Bühne Marbach. Die Zuschauer hatten es schwer. Sie bekamen kaum mehr Luft. Vor lauter Zwerchfell erschütternden Lachanfällen. Der in Berneck aufgewachsene Richi Küttel, nach eigenen Angaben Systemdenker, Texter und Künstler, und der aus Thal stammende Patrick Benz, Bildhauer und Musiker, haben sich zum Duo Küttelbenz zusammengetan. Sie präsentierten ihr erstes abendfüllendes Programm «Easy Job – liäderliche Gschichtä».

Die Arbeit mit der Arbeit bei der Suche nach dem Job

In kongenialem Zusammenwirken bringen der Poetry Slammer und Wortakrobat Küttel und der Gitarrist Benz in einem sprachlich und musikalisch aussergewöhnlich gelungenen Sprechgesang die Geschichte einer Arbeitssuche auf die Bühne. Allerdings, es sollte schon eine leichte Arbeit sein, dabei noch gut bezahlt, mit frei einteilbaren Arbeitszeiten und ohne Stress. Doch die Suche nach diesem easy Job entwickelte sich zur Arbeit mit der Arbeit.

In skurril-absurde Situationen geschlittert

Die beiden Komödianten liessen ihre Protagonisten bei den Job-Versuchen aus zunächst unverfänglichen Gegebenheiten in skurril-absurde Situationen schlittern, die dann meist im alles mitreissenden Chaos endeten. So mündete etwa ein vermeintlicher easy Job in einer dekorierten Bar ganz anders als vorgesehen. Statt schönen Ostblock-Schnecken in die knappe Bekleidung helfen zu dürfen, hatte Küttel mit «Röbis dekorierter Beiz» die einzige Bar im Rhintl erwischt, in der «d'manna servierand». Mit nichts bekleidet als einem String-Tanga mit Elefantenrüssel vorne und Zahnseide hinten. Das musste ja im Chaos enden.

Der Schritt in die Selbständigkeit mit der Eröffnung eines Lieferservices für weiche Drogen für rüstige Rentner oder eines Töffli-Tuning-Lädelis scheiterte letztlich ebenso wie die Tätigkeiten als «VicePresident of Natural Ressource Management», also als Verdingbua, oder als «Visual Clearance Engineer», als Fensterputzer.

Mit manchmal brachial-anarchischem Humor, aber stets mit der leisen und feinen Klinge, jedes Wort mit Bedacht einsetzend, brachten Küttelbenz eine neue Form der Comedy auf die Bühne. Die Welt der leicht nachvollziehbaren, weil doch in Wahrheit so alltäglichen Absurditäten und Abstrusitäten.

Wo die ewige Suche nach dem easy Job endete, sei hier nicht verraten. Es wird sicher noch das eine oder andere Mal im Rheintal eine Gelegenheit geben, sich bei einer Vorstellung von Küttelbenz köstlich zu amüsieren.

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