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Die Seele ist wie eine Blume

Kommentar Eingangs das Gedicht «Gott ist gegenwärtig von Teerstegen: «Wie die zarten Blumen willig sich entfalten und der Sonne stille halten – Lass mich so still und froh deine Strahlen fassen und dich wirken lassen.»
Jürgen Kaesler, Pfarreibeauftragter In Rüthi
Blumen sind Bilder des Lebens: Zwischen dem Erwachen der Natur und dem Aufblühen der Seele besteht ein enger Zusammenhang. (Bild: Shutterstock)

Blumen sind Bilder des Lebens: Zwischen dem Erwachen der Natur und dem Aufblühen der Seele besteht ein enger Zusammenhang. (Bild: Shutterstock)

Kommentar

Eingangs das Gedicht «Gott ist gegenwärtig von Teerstegen: «Wie die zarten Blumen willig sich entfalten und der Sonne stille halten – Lass mich so still und froh deine Strahlen fassen und dich wirken lassen.»

Die Blumen spriessen und gedeihen, sie recken ihre Köpflein Richtung Sonne und erfreuen unser Herz und die ganze Schöpfung. Es ist eine Freude, die Blumen auf den Wiesen zu sehen und das Gebrumm der Insekten zu hören.

Was können wir von den Blumen lernen? Ein Sämling, der noch in der Erde ist, scheut den harten Weg nach draussen nicht – wiederum weil er sich nach Sonne sehnt, nach Wärme, nach Licht.

Erst abends zieht die Blume ihre Blätter und Blüten zusammen, sie will ruhen, auf den Morgen warten, um sich dann wieder der Sonne entgegen zu strecken. Die Pflanzen scheinen intuitiv zu wissen, was sie zu tun haben, was sie zum Leben brauchen. Da können wir Menschen doch einiges von den Blumen lernen, oder? Die Blumen sind ein Bild für das menschliche Leben: Schon in biblischen Zeiten wussten die Menschen um den engen Zusammenhang des Aufblühens der Natur und des Blühens der Seele.

Wie tief diese Beziehung im biblischen Denken reicht, merken wir beim Beten in der Natur, oder beim Beten von biblischen Versen.

Im Psalm 1 heisst es: «Wohl dem Mann, der Freude hat an der Weisung des Herrn. Er ist wie ein Baum, der an Wasserbächen gepflanzt ist, der zur rechten Zeiten seine Frucht bringt und dessen Blätter nicht welken.» Und damit haben wir uns auf etwas sehr Grundsätzliches besonnen. Wenn wir in unserem Leben keine Wurzeln haben, dann verdorren wir. Wie ein Baum nur grünen kann, wenn seine Wurzeln hinabreichen bis ans Wasser, so verkümmert auch unsere Seele, wenn sie keine Quelle hat, aus der sie schöpfen kann.

Eine Seele, die sich ausrichtet an Gottes guten Weisungen für das Leben, die blüht auf und bringt Frucht. Die Weisungen, das Wort Gottes – sie sind für sie wie eine nie versiegende Lebensquelle. Unsere Seele, unser Leben gleicht blühenden Pflanzen und Blumen. Wie die Bäume und Blumen bezieht auch unsere Seele ihre Kraft aus Grund, aus Quellen, die nicht versiegen. So predigen all die Blumen, die wir hier betrachten und bestaunen, nicht nur von Gott, dem Schöpfer allen Lebens, sie predigen auch von dem, was unserem Leben Halt gibt und was unsere Seelen aufblühen lässt.

Schenke Gott seinen Geist, damit Menschen leben lernen wie die Blumen: gegründet im Vertrauen auf den Schöpfer, voller Hoffnung ausgestreckt in Farbenfreude auf seine Hilfe und sein Heil. Dann werden nicht nur Pflanzen und Blumen, Bäume und Sträucher erblühen, sondern dann wird sich erfüllen, was verheissen ist: Deine Seele blüht auf!

Eine schöne Verheissung für uns: Werde wie die Blumen: lass los, recke dich zur Sonne hin, lass dich zum Blühen bringen, hindere dich und andere nicht daran. Die Gnade hilft dazu, denn sie ist das Geschenk, das die Blüte hervorbringt: Ein Wunder, jede Blume – ein Wunder, jeder Mensch.

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