Die Schule ist ein Teil des Dorfes

An der Neujahrsbegrüssung der Schulgemeinde St. Margrethen ging es um die zentralen Herausforderungen der kommenden Monate und Jahre.

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Die Mitarbeitenden der Schule St. Margrethen stiessen auf das neue Jahr an. (Bild: pd)

Die Mitarbeitenden der Schule St. Margrethen stiessen auf das neue Jahr an. (Bild: pd)

ST. MARGRETHEN. Nicht mit der Vergangenheit ringen, sondern gemeinsam in die Zukunft blicken und sich den bevorstehenden Herausforderungen stellen – so die einleitenden Worte des Schulratspräsidenten Roger Trösch, der am Donnerstagabend im Rheinausaal 100 Mitarbeitende der Schule beim Neujahrsapéro begrüsste und ihnen seinen Dank für die geleistete Arbeit aussprach.

Soziale Netzwerke

Eine der wohl grössten Herausforderungen ist der sinnvolle Umgang mit elektronischen Medien. Internet, Facebook, Twitter und YouTube spielen in der Lebenswelt von Jugendlichen eine zentrale Rolle. Soziale Aktivitäten und Kontakte verlagern sich in den Cyberspace und nennen sich dort Social Network. Die Medienausstattung der Haushalte hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt, der Zugriff auf das Internet ist heute jederzeit und von überall her möglich. Eine unüberschaubare Vielzahl an Applikationen wird von Jugendlichen gewandt genutzt. Die neuen Medien ermöglichen auf einfache Weise per Internet miteinander zu kooperieren oder sich zu präsentieren. Damit verbunden sind auch problematische Erscheinungen. So tauchen in sozialen Netzwerken neue Formen des Mobbings auf. Der englische Begriff Cyberbullying bezeichnet den Trend, Personen im Internet blosszustellen, lächerlich zu machen oder zu verleumden, eine Tatsache, der immer mehr Schüler zum Opfer fallen. Diese Phänomene stellen eine der grössten gesellschaftlichen Herausforderungen der nahen Zukunft dar. Ralph Kugler, Leiter des Kompetenzzentrums E-Learning Sek I + II der Pädagogischen Hochschule St. Gallen, gibt den Lehrkräften einen Überblick über den Stellenwert digitaler Medien im Alltag von Kindern und Jugendlichen und skizziert potenzielle Chancen und Risiken, mit denen sie sich auseinandersetzen sollten. Auch im Rahmen der Elternbildung gestaltet der Referent einen auf die Bedürfnisse der Eltern zugeschnittenen Informationsabend, der vom Schulrat für die Eltern der 5.-Klässler als obligatorisch erklärt wurde.

Identifikation ermöglichen

Die neue Schulgemeindeordnung sowie verschiedene Veränderungen hinsichtlich der Kindergarten-Infrastruktur sind weitere Kernpunkte, die die Schulgemeinde 2012 angehen wird.

Die Schule ist ein wesentlicher Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens im Dorf. Ihre Präsenz erzielt sie nicht einfach durch Berichterstattungen in der Zeitung und im Mitteilungsblatt, sondern durch aktive Beteiligung am Dorfleben. Projektwochen, Schulbesuchstage, Orientierungsläufe im Dorf, Mitwirkung am Klausmarkt, Mitgestaltung bei den Adventsfenstern – all dies sind Aktivitäten, die die Schule in das öffentliche Leben einbinden, Menschen zusammenführen, eine soziale Grundlage schaffen und eine Identifikation ermöglichen. (es)