Die Rheinregulierung wird 125 Jahre alt

Mit dem Staatsvertrag von 1892 zwischen Österreich und der Schweiz wurde die Internationale Rheinregulierung gegründet. Seither ist sie für den Hochwasserschutz zwischen Illmündung und Bodensee zuständig.

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Die Rheinregulierung ist ein Erfolg: Die Rheinnot ist verschwunden und hat dem Aufschwung im Tal Platz gemacht. Dies steht nun im Mittelpunkt der Aktivitäten zum 125-Jahr-Jubiläum der Internationalen Rheinregulierung (IRR). Der Einsatz der IRR orientiert sich seit jeher am Wohl des Menschen – hüben und drüben des Rheins. Deshalb ist im Jubiläumsjahr nicht ein einzelnes, grosses Jubiläumsfest vorgesehen, sondern die IRR sucht die Nähe zur Bevölkerung und feiert mit ihr eine ganze Anzahl kleinerer Feste.

Das Rheintal im Rampenlicht

Im Mittelpunkt des 125-Jahr-Jubiläums stehen die Errungenschaften der Rheinregulierung, das Leben und Arbeiten im Rheintal ebenso wie die Initiative, der Elan und die Lebensfreude der Menschen auf beiden Seiten des Rheins. Durch zahlreiche Aktivitäten im Jubiläumsprogramm, das vorwiegend durch Kooperationen entstanden ist, werden Begegnungen bei Sport, Spiel, Unterhaltung, Kultur und in der Natur geschaffen.

Aktivitäten aller Art für Jung und Alt von Altenrhein bis Rüthi und von Fussach bis Bangs sind geplant. Das Jubiläum der IRR soll auch für Menschen mit einem Handicap ein grosses Erlebnis werden. Die Jubilarin setzt sich deshalb für barrierefreie Veranstaltungen ein. Die IRR nutzt im Jubiläumsjahr auch die Gelegenheit, ihren Einsatz für die Hochwassersicherheit im Rheintal der Bevölkerung näher zu bringen: In Ausstellungen und an einem trinationalen Wasserwehrtag, an welchem die Einsatzkräfte in Widnau, Lustenau und Vaduz bei ihrer Arbeit erlebt werden können.

Ein ganz besonders feierlicher Moment für die IRR ist schliesslich der Abschluss der Endgestaltung des Alten Rheins. Mit ihr geht ein jahrzehntelanger staatsvertraglicher Auftrag zu Ende und die Schweizerische Eidgenossenschaft wird feierlich aus ihrer Verpflichtung entlassen.

Der erste Rheinbauleiter kehrt zurück

Als Integrationsfigur und Botschafter begleitet der erste Rheinbauleiter Jost Wey (1843 – 1903), gespielt vom Kabarettisten Thomas Götz, das Jubiläumsjahr. Es kommt bei seinen Auftritten zum Brückenschlag mit dem Heute. Die Anliegen, Herausforderungen, Visionen und das Wirken beidseits des Rheins vor 125 Jahren reichen bis in die aktuelle Zeit. Thomas Götz zeigt den Jost Wey in vielfältiger Gestalt und passt seine Auftritte immer dem jeweiligen Anlass an.

Das ausführliche Veranstaltungsprogramm wird mit dem nächsten Rhesi-Magazin in alle Haushaltungen im Vorarlberger und St. Galler Rheintal verteilt. Dieses steht ebenfalls auf der IRR-Homepage www.rheinregu lierung.org zum Download zur Verfügung.

Ab dem 1. Januar 2017 werden nebst dem Veranstaltungskalender Filmbeiträge von den Veranstaltungen sowie Hintergrundgeschichten zum Jubiläumsjahr publiziert. Zudem ist ein interessanter Wettbewerb ausgeschrieben: Die IRR verlost 10 x 2 Einladungen zur exklusiven Schlussveranstaltung auf der Bodenseefähre Euregia am 18. November des kommenden Jahres.

Die am Jubiläum beteiligten Akteure und die IRR freuen sich schon heute auf grosses Publikumsinteresse an den geplanten Veranstaltungen talauf und talab. (pd)