Die Retter in der tierischen Not

Zwei Ponies sind ausgerissen und spazieren frei in Zuzwil umher. 18 Entenküken irren mit ihrer Mutter durch Arnegg und wissen nicht mehr weiter. In Wil wird in einem Gebüsch eine Schlange entdeckt. Bei Ganterschwil landet ein neugeborenes Kalb im Fluss.

Larissa Flammer
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Zwei Ponies sind ausgerissen und spazieren frei in Zuzwil umher. 18 Entenküken irren mit ihrer Mutter durch Arnegg und wissen nicht mehr weiter. In Wil wird in einem Gebüsch eine Schlange entdeckt. Bei Ganterschwil landet ein neugeborenes Kalb im Fluss.

Seit dem 29. Juni ist die Kantonspolizei St. Gallen bereits zu vier aussergewöhnlichen tierischen Einsätzen ausgerückt. Und jedes Mal waren die Beamten Retter in der Not. Die Ponies eingefangen und in den heimischen Hof geführt, die Enten zum Weiher getragen, die Schlange dem Walter-Zoo übergeben und das Kalb aus dem Fluss geborgen.

Auffällig viele tierische Rettungsmissionen, die immer mit herzigen Föteli dokumentiert werden. «Mit entlaufenen Katzen und Hunden haben wir sogar täglich zu tun», sagt Florian Schneider, Mediensprecher der Kantonspolizei. Deshalb sei auch immer ein Chiplesegerät in der Nähe. Er selber rückt gerne zu solchen Einsätzen aus. Was auch durchaus verständlich ist: Lieber ein hilfloses Tier retten als mit einem Betrunkenen diskutieren. Ein Tierfreund zu sein und sich mit der einheimischen Fauna auszukennen, sei nicht Teil des Anforderungsprofils eines Polizisten, sagt Schneider. Da sind ein guter Leumund, eine Minimalgrösse sowie genügend bis gute Zeugnisnoten wichtiger.

Allerdings sind Polizisten viel unterwegs, da kann ihnen schon mal das eine oder andere Tier begegnen. «Auch viele tote Tiere», sagt Schneider. «Im Strassenverkehr.» Von solchen Einsätzen gibt es zum Glück keine Fotos. Dann doch lieber eine Polizistin, die lächelnd ein Kälbchen hält.