Die Präsidentin gewinnt das Derby

An den Pferdesporttagen Oberriet gewinnt Sandra Kobler, Präsidentin des Reitvereins Oberriet, das prestigeträchtige Derby. Mit viel Publikum wurde der sanierte Springplatz würdig eingeweiht.

Bruno Eigenmann
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«Gemächlich, aber stetig»: Josef Oeler und Milena waren die Ersten im Ziel.

«Gemächlich, aber stetig»: Josef Oeler und Milena waren die Ersten im Ziel.

PFERDESPORT. Im Derby galt es 24 Hindernisse zu bewältigen. Zuerst war eine Runde auf dem neuen Springplatz zu absolvieren. Mit einem Wegsprung über einen Birken-Oxer, umrahmt von einem riesigen Hufeisen, erreichten die Konkurrenten den Springgarten mit den Naturhindernissen. Zurück auf dem neuen Springplatz wartete noch eine happige Schlussrunde.

Anspruchsvoller Parcours

Der Parcours war anspruchsvoll und stellte grosse konditionelle Anforderungen an Pferd und Reiter. So verwunderte es nicht, dass die Zuschauer lange auf den ersten fehlerfreien Ritt warten mussten. Versierte Derby-Reiter wie Herbert Segmüller, Eichberg, Andreas Zindel, Maienfeld, oder Kilian Hauptlin, Muolen, waren zwar schnell, hatten aber alle einen Abwurf zu beklagen. Tina Müller, Schönholzerswilen, brach endlich den Bann. Martina Guntli, Grabs, blieb ebenfalls fehlerfrei und war fast zwei Sekunden schneller. Sandra Kobler, die Präsidentin des Reitvereins Oberriet, verdrängte sie noch von der Spitze mit einem hauchdünnen Vorsprung von nur sechs Zehntelsekunden.

Rassiger Springsport

Bei traumhaftem Sommerwetter wurden von Freitag bis Sonntag total 15 Springprüfungen über 75 bis 120 cm hohe Hindernisse durchgeführt. Konkurrenten, Parcoursbauer und die Organisatoren lobten den Boden im sanierten Springplatz. Die aufwendige Arbeit hat sich gelohnt.

In den Prüfungen hielten die Rheintaler Reiter mit den von auswärts angereisten Konkurrenten gut mit. Karin Hanselmann, Oberriet, Katja Kuster, Diepoldsau, Samuel Hanselmann, Oberriet, Claudia Burkhard, Diepoldsau, Béatrice Lüchinger, Altstätten, und Michaela Schneider, Altstätten, durften jeweils sogar eine Siegerschleife entgegennehmen und die Klassierten auf der Ehrenrunde anführen.

Aufwendige Show

Am Samstagabend war Volksfeststimmung. Unter dem Motto «Im Pferdehimmel ist der Teufel los» zeigte Karin Hanselmann vom Gestüt Wichenstein eine toll inszenierte Show. Einfallsreich und lustig kostümiert wurde aufgezeigt, wie schon die Kleinsten an den Pferdesport herangeführt werden. Für die mit viel Aufwand eingeübte sympathische Darbietung durften die Kinder und Betreuer viel Applaus entgegennehmen.

Kühe im Galopp

«Gorbatschow», der riesige Ochse mit sanftem Gemüt, leitete über zum heiss erwarteten Kuhrennen. Und es wurde ein Spektakel: unterhaltsam und lustig. Dass die furchterregenden Stürze zu keinerlei Verletzungen führten, zeugt von der Fitness der Jockeys. Auf einer ungesattelten Kuh einen ungezügelten Galopp auszusitzen, ist nicht so einfach. Im Final gewann nach dem Motto «lieber gemächlich, aber stetig» Josef Oeler, Altstätten, auf Milena. Mirco Hutter, Kriessern, mit Blondie wurde Zweiter und Ralph Benz, Montlingen, mit Blanka holte Bronze.

Rangliste: www.rvoberriet.ch

Tolle Show: Auftritt der jüngsten Reiterinnen und Reiter.

Tolle Show: Auftritt der jüngsten Reiterinnen und Reiter.

Karin Hanselmann, Oberriet, gewann das Eröffnungsspringen.

Karin Hanselmann, Oberriet, gewann das Eröffnungsspringen.

Rassig: Juniorin Cheyenne Kisling, Eichberg.

Rassig: Juniorin Cheyenne Kisling, Eichberg.

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