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Die Post braucht's (fast) nicht mehr

Früher hatte es für jedermann fast denselben Stellenwert wie das Dienstbüchlein für den Soldaten: das «Postbüechli», das gelbe Empfangsscheinbuch der Post, damals noch PTT.
«Postbüechli» des Schreibenden. Der letzte Eintrag ist von 1997.

«Postbüechli» des Schreibenden. Der letzte Eintrag ist von 1997.

Früher hatte es für jedermann fast denselben Stellenwert wie das Dienstbüchlein für den Soldaten: das «Postbüechli», das gelbe Empfangsscheinbuch der Post, damals noch PTT. Es war unvorstellbar, keines zu haben! Mit dem Internet wurde alles anders – wie das eigene Beispiel zeigt: Im Oktober 1997 hat der Schreibende sein erstes Abo bei einem Internetprovider abgeschlossen. Am 14. Dezember 1998 bekam er von der Post per E-Mail die Verschlüsselungssoftware für den Internet Explorer zugestellt. Seit dem Tag danach werden Zahlungen online erledigt. Das Postbüechli hatte allerdings bereits zuvor ausgedient. Ab April 1995 wurden die Rechnungen nämlich per Zahlungsauftrag beglichen. Nur einzelne Zahlungen sind im gelben Büechli noch vermerkt. Vielleicht weil gerade die Formulare ausgegangen waren. Der letzte Eintrag ist von 1997. An den Postschalter verschlägt's den Schreibenden seitdem lediglich noch zum Abholen eines Einschreibens oder gelegentlich zum Aufgeben eines Briefs oder Päcklis. Es gibt sie aber immer noch, die Mit-dem-Postbüechli-Einzahler. Der Rüthner Gemeindepräsident Thomas Ammann hat sich am Informationsabend am Dienstag als solcher geoutet. Er bezahle seine Rechnungen am Schalter, gerade um der Post zu einer besseren Auslastung zu verhelfen – «selbst wenn ich dafür vom Zahlungsempfänger noch mit Gebühren bestraft werde», sagte er, hörbar verärgert. Ammann ist damit kein postalischer Sonderling: Als er von den rund 120 Anwesenden wissen wollte, wer es denn noch ebenso halte wie er, erhoben immerhin etwa zwei Dutzend die Hand. (mt)

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