Die Pleitegeier

Johannesburg am 11. Juli 2010: Noch wenige Wochen vor dem WM-Final machte Griechenland mit Finanzproblemen Schlagzeilen. Die Euro-Partner mussten den Griechen 750 Milliarden Euro garantieren. Nun treten die Pleitegriechen im Endspiel an.

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Johannesburg am 11. Juli 2010: Noch wenige Wochen vor dem WM-Final machte Griechenland mit Finanzproblemen Schlagzeilen. Die Euro-Partner mussten den Griechen 750 Milliarden Euro garantieren. Nun treten die Pleitegriechen im Endspiel an.

Die grössten Stärken des Teams von Otto Rehhagel waren im ganzen Turnierverlauf der Zusammenhalt, eine noch nie gesehene konditionelle Verfassung und eine herausragende Treffsicherheit. Die Fussball-Insider sind sich einig, dass just fehlende finanzielle Mittel zum Erfolg führten.

Da sich die Griechen das Flugzeug nicht leisten konnten, ruderte die Delegation in kleinen Booten nach Südafrika (Kondition), dort wurde dann nicht im Hilton-Hotel, sondern auf dem Campingplatz übernachtet (Zusammenhalt). Die Zahnbürsten wurden jeweils zu zweit geteilt. Und um für das Abendessen ein proteinhaltiges Menu aufzutischen, musste die Offensivabteilung jeden Nachmittag auf die Jagd (Treffsicherheit).

Die entscheidende Szene im Final: Stürmer Angelos Charisteas erzielt in der 91. Minute nach einem Doppelpass mit Zahnbürstenpartner Theofanis Gekas das 1:0. Die Regierung verspricht den Spielern eine Rente auf Lebensdauer. Samuel Tanner

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