Die moderne Seite Marbachs

MARBACH. Von Rebstein her kommend wird man eingangs Marbach mit moderner Architektur begrüsst. Dies ist nicht zuletzt bemerkenswert, weil Marbach im Bundesinventar der national geschützten Ortsbilder aufgeführt ist.

Max Tinner
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Am nordöstlichen Ortseingang gibt sich Marbach modern. Die Kurve in der Strasse existiert in der Realität nicht. Der optische Effekt entsteht durch das Zusammenfügen mehrerer Fotos. (Bild: Max Tinner)

Am nordöstlichen Ortseingang gibt sich Marbach modern. Die Kurve in der Strasse existiert in der Realität nicht. Der optische Effekt entsteht durch das Zusammenfügen mehrerer Fotos. (Bild: Max Tinner)

In den letzten anderthalb Jahren hat Marbachs nordöstlicher Ortseingang ein neues Gesicht bekommen. Moderne Bauten prägen nun das Bild: von Rebstein her kommend rechter Hand das futuristisch anmutende Solarhaus von Elektro Breitenmoser, dann das «Casa Nero» von Plättli Sonderegger mit seiner dunklen Keramik-Fassade und gleich danach auf der linken Strassenseite das neue Bürogebäude der Holzbau- und Generalunternehmung Kobelt AG mit Fassadenelementen in Holzbauweise. Letzteres Gebäude ist nächstens bezugsbereit. Wenige Schritte weiter steht wiederum rechts, farblich herausstechend und auch schon ein paar Jahre länger, der Neubau des Elektro-, Heizungs- und Sanitärunternehmens Deiss und Walser.

Bemerkenswert ist die moderne Architektur nicht zuletzt, weil Marbach im Inventar der national geschützten Ortsbilder aufgeführt ist. Damit verdient es «in besonderem Masse die ungeschmälerte Erhaltung», wie es auf der Internetseite des Bundesamts für Kultur heisst.

Sofern ausserhalb des Schutzperimeters gebaut werde, tangiere dies den Ortsbildschutz weniger, sagt Moritz Flury, stellvertretender Leiter der kantonalen Denkmalpflege. Einzelne moderne Bauten seien zwar selbst in einem historischen Ortskern wie jenem von Marbach möglich – sofern die sich daraus ergebende architektonische Herausforderung gut gelöst werde. Das sei eine anspruchsvolle, nicht zu unterschätzende Aufgabe, betont Flury. Zu beachten wären nebst anderem das Volumen und die Stellung des Baus in Bezug auf die bestehenden Gebäude. Auch das Material sei wichtig. «Wichtig ist, dass der Charakter des Ortsbilds erhalten bleibt», sagt Flury. Einen Bau ähnlich jenen, wie sie nun am Ortseingang Marbachs gebaut worden sind, könnte er sich darum im Dorfkern nicht vorstellen.

www.bak.admin.ch/isos www.sg.ch/home/kultur/denkmal pflege/ortsbilder_isos.html

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