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Die Meister an der Kanone

An der Schweizer Meisterschaft im Modellkanonen-Schiessen stand der Oberrieter Andy Mosch drei Mal zuoberst auf dem Siegertreppchen und einmal als Dritter. Geladen und abgefeuert wurden die Kanonen beim Schiessstand Hädler in Altstätten.
Mäx Hasler
Die Kanone hervorragend positioniert: Vereinspräsident Benno Büchel wurde Zweiter. (Bilder: Mäx Hasler)

Die Kanone hervorragend positioniert: Vereinspräsident Benno Büchel wurde Zweiter. (Bilder: Mäx Hasler)

Die Schweiz ist zwar keine Seefahrer-Nation, trotzdem wird mit Schiffskanonen geschossen. Nicht in Originalgrösse, sondern zumindest mit detailgetreuen Nachbildungen. Kürzlich haben sich die Macher und Besitzer solcher alter Vorderlader-Geschütze und Lafetten bei den Schwarzpulverschützen im Hädler zur Schweizer Meisterschaft im Modellkanonen-Schiessen getroffen.

Charakter einer Rheintal-Meisterschaft

Diese Schweizer Meisterschaft war aber eher eine Rheintaler Meisterschaft mit auswärtiger Beteiligung. In drei der vier Kategorien, die geschossen wurden, blieben die Goldmedaillen im Rheintal, respektive in Oberriet. Der momentan beste Kanonier im Land, Andy Mosch, siegte mit 500 Punkten in der Kategorie K1 (Länge 80 Zentimeter, Distanz 25 Meter) vor Clubkollege Urs Rodighiero aus Lüchingen, ebenfalls mit 550 Punkten, aber sieben Millimeter mehr Differenz zum Scheibenzentrum. Dritter wurde Urs Niggli, Weiningen (490).

In der Kategorie K3 (Länge 80 Zentimeter, Distanz 50 Meter) doppelte Mosch nach und siegte mit 460 Punkten vor Vereinspräsident Benno Büchel, 440, und Roland Frei aus Würenlos, 430 Punkte. Aus Rheintaler Sicht kam es allerdings noch besser. Mit der kurzen Kanone (40 Zentimeter, Distanz 25 Meter) gewann der Oberrieter Andy Mosch mit 490 Punkten vor Clubkollegin Milena Klien mit 480 und Beat Thöny aus Triesen mit 460 Zählern.

In der anspruchsvollsten Kategorie K4 (Länge 40 Zentimeter, Distanz 50 Meter) liess Mosch als Dritter mit 350 Punkten Clubkollege Ronald Klie, 360, und Sieger Jürg Brand aus Laupen, ebenfalls 360 Punkte, den Vortritt.

Vorbilder aus dem 19. Jahrhundert oder älter

Eine klare Sache: Die Rheintaler holten sich acht von zwölf Podestplätzen, dazu 16 Top-Ten-Plätze. Aus Sicht des Veranstalters, der Schwarzpulverschützen Altstätten, ist es wohl jammerschade, dass Modellkanonen-Schiessen nur zu den Randsportarten zählt. Spass macht es aber trotzdem.

Gemäss Beschreibung des Schweizer Verbandes der Schwarzpulverschützen sollten die Modellkanonen eine originale Vorderlader-Kanone bis etwa 1870 als Vorbild haben. Weiter heisst es: «Die Modellkanonen dürfen der Bauart nach als Feldlafette, als Schiffsgeschütz oder als Festungsgeschütz gebaut sein.» Beschläge und Zierornamente dürften aus beliebigem Material gefertigt sein, dürften jedoch nicht so angebracht werden, dass sie nicht als Zielhilfen dienen könnten. Die Höhenverstellung des Rohres könne mit Spindel oder Keil erfolgen.

Das Rohr darf eine Gesamtlänge, gemessen vom Zündloch bis zu Mündung, von 400 bzw. 800 Millimetern haben, je nach Klasse. Das Geschosskaliber darf 20 Millimeter bei glatter Laufbohrung nicht überschreiten. Einsatzläufe, um das Kaliber auf 20 Millimeter zu reduzieren sind erlaubt. Rohrbefestigungselemente dürfen nicht über die Visierlinie hinausragen.

Die Materialart des Rohrs bleibt den Kanonenbauern überlassen. Um mit einer Modellkanone zu schiessen, muss das Rohr von einem Sachverständigen auf die Schiesstauglichkeit geprüft sein.

Das 40er-Podest 25 Meter mit Beat Thöny (v. l.), Triesen, Andy Mosch, Oberriet, und Milena Klien, Hohenems.

Das 40er-Podest 25 Meter mit Beat Thöny (v. l.), Triesen, Andy Mosch, Oberriet, und Milena Klien, Hohenems.

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