Die Mauern wurden niedergerissen

Schon vor dem Urknall hat man am Freitagabend im Städtli angestossen. Die evangelische Kirchgemeinde weihte feierlich das neu gestaltete Gelände ihres Gotteshauses ein.

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Das neu gestaltete Areal der evangelischen Kirche nennt Präsident Roger Benz (links) einen Ort der Begegnung. (Bild: Chris Eggenberger)

Das neu gestaltete Areal der evangelischen Kirche nennt Präsident Roger Benz (links) einen Ort der Begegnung. (Bild: Chris Eggenberger)

Grenzen öffnen soll das neue Gelände, sagte Pfarrer Marcel Ammann. Das Entfernen der Mauer im Frontbereich, hin zum Städtli, sei ein wichtiger Schritt für die Kirchgemeinde. Man wolle gemeinsam mit der Stadt und der katholischen Kirchgemeinde vorwärts gehen. Die Kirchgemeinde sieht sich als Teil einer Familie, in der man auch Andersgläubige respektieren muss, sagte Ammann.

Pavillon ist neuer Raum der Begegnung

Neben der Maueröffnung steht auf dem Areal der evangelischen Kirche neu auch ein Pavillon. Das Häuschen beinhaltet eine Garage, eine Küche und drei WC, darunter ist eines behindertengerecht. Es sei wichtig, dass der Pavillon ein «Ort der Begegnung» für alle werde, sagte Kirchenvorsteher Roger Benz.

Einen speziellen Anteil an der Umsetzung des Bauprojekts hat Ivo Blöchlinger. Der Bauverantwortliche der Kirchenvorsteherschaft hatte lange mit Widerstand von offizieller und Bevölkerungsseite zu kämpfen. Nach sieben Überarbeitungen des Projekts begann man Mitte 2018 endlich mit dem Bau. Nun, mehr als ein halbes Jahr später, durfte er am Freitag das Endresultat den Kirchbürgern und der Öffentlichkeit präsentieren. Und die neue Küche konnte sich am Samstagabend direkt schon ein erstes Mal beweisen. Nachdem Stadtrat Daniel Schelling seine Rede beendet hatte und die dankenden Zeilen an Organisatoren und Helfer gesprochen waren, durften sich die Gäste bei feinster Gulaschsuppe und einem Gläschen aufwärmen.