Die letzte Entscheidung beim SC Rheintal ist gefallen

Der SC Rheintal verpasst die angestrebten Playoffs nach einer unglücklichen 2:4-Niederlage (2:1, 0:2, 0:1) gegen den SC Herisau.

Sepp Schmitter
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Yves Breitenmoser (Mitte) war mit einem Tor und einem Assist der Mann des Spiels.

Yves Breitenmoser (Mitte) war mit einem Tor und einem Assist der Mann des Spiels.

Bild: Karin Manser

Eishockey Schon nach 33 Sekunden die erste Strafe gegen Herisau, doch der SC Rheintal zog keinen Profit daraus. Kaum war die Strafe abgelaufen, kam der erste richtige Angriff der Bären – und schon war die Scheibe im SCR-Tor. Die Stimmung stieg im Herisauer Anhang.

Auch nach Rückstand souverän weitergespielt

Die Luchse liessen sich aber nicht beirren und versuchten, ihr Spiel aufzuziehen. Dies gelang dann auch. In der zwölften Minute konnte Yves Breitenmoser den Schuss von Nico Paul zum Ausgleich ablenken. Der SC Rheintal gewann nun die Oberhand und konnte den Gegner kontrollieren. Nach etlichen Chancen dann die verdiente Führung: Sandro Bartholet lenkte den Schuss von Yves Breitenmoser ins Tor – und die Führung des SC Rheintal 30 Sekunden vor der ersten Pause war absolut verdient. Die wiederum über 500 Zuschauer waren mehrheitlich zufrieden. Bei einem Zusammenprall mit einem Herisauer hatte sich aber noch der Goalie des SC Rheintal, Vincent Sauter, verletzt und musste durch Ramon Metzler ersetzt werden.

Blackout in der letzten Minute

Das Mitteldrittel war ziemlich ausgeglichen, mit Möglichkeiten auf beiden Seiten, die aber von vielen Unzulänglichkeiten geprägt und zu keinen Toren führten. Herisau drückte immer stärker und Roger Nater nahm sein Time-out, um seine Reihen zu ordnen. Das gelang einigermassen und die Luchse brachten wieder etwas Ruhe in ihr Spiel. Kurz vor Drittelsende gab es eine weitere Strafe gegen Herisau, und die Nater-Truppe war nur noch auf die Offensive konzentriert. Und so kamen die Appenzeller dank einem Shorthander zum Ausgleich. Das brachte die Einheimischen völlig aus dem Konzept, denn sie liessen sich von den Gästen buchstäblich auf der Nase herumtanzen. So gelang den Appenzellern zehn Sekunden vor Schluss sogar die Führung. Nur eine Minute unkonzentriert – und das Spiel war wieder gedreht. Die Luchse bemühten sich nun redlich, den Rückstand aufzuholen, die Chancen dazu waren auch vorhanden. Doch im Abschuss wurde gesündigt und Mal für Mal verirrte sich die Scheibe zum Hallendach anstatt ins Netz. Und nach dem Motto «Angriff ist die beste Verteidigung» versuchten die Gäste, das Spiel ins SCR-Drittel zu verlagern. Und langsam, aber sicher wurde die Zeit für den SC Rheintal knapp, das Resultat noch zu kehren.

Spannend bis zum Schluss

Kurz vor Schluss gab es dann noch eine Strafe gegen die Bären, doch die Scheibe wurde vertändelt, bis dem SC Herisau das entscheidende Tor ins leere Gehäuse gelang. Damit war der Mist geführt, die Gäste im Playoff und der SC Rheintal verlängert die Saison noch mit der Abstiegsrunde. Wieder einmal hatte nicht die bessere, sondern die clevere Mannschaft gewonnen. Trotzdem, eine tolle Kulisse mit lauten SCR- und den noch viel lauteren Herisau-Fans.

Am Dienstag kommt nun noch der HC Prättigau-Herrschaft nach Widnau. Dabei haben die Luchse die Gelegenheit, auch das dritte Spiel in dieser Saison gegen die Bündner zu gewinnen. Die Steinböcke haben am Samstag gegen Luzern erst in der Verlängerung gewonnen und liegen zehn Punkte hinter dem SC Rheintal. Spielbeginn ist am Dienstag, 28. Januar, um 20 Uhr in der Aegeten in Widnau. Nach dem letzten bedeutungslosen Spiel in Aarau am 1. Februar, kommt es am 8. Februar zum Cup-Highlight SC Rheintal gegen den EHC Seewen. Die Abstiegsrunde beginnt am 11. Februar um 20 Uhr in Widnau gegen den HC Luzern.

1.Liga Ost, Qualimasterround

SC Rheintal – SC Herisau 2:4 (2:1, 0:2, 0:1)

Widnau, KEB Aegeten – Zuschauer: 512 – SR: Baum, Guidi, Martancik.

Tore: 4. Koller (Eigenmann ) 0:1, 12. Breitenmoser (N. Paul, Berweger) 1:1, 20. Bartholet (Breitenmoser, Kuster) 2:1, 40. Bommeli (Popp, Koller) 2:2, 40. Grau ( Hausammann, Hoffmann ) 2:3, 60. Koller 2:4.

Strafen: SC Rheintal 4×2, SC Herisau, 6×2 Minuten.

SC Rheintal: Sauter (ab 20. Metzler), C. Engler, N. Paul, Binder, Sabanovic, Berweger, Manser, Bodemann, Kuster, A. Paul, Ströhle, Breitenmoser, Lins, Vetter Moosmann, Bar­tholet, Holdener, Thurnherr, Coach: Roger Nater.

SC Herisau: Bauer (Allenspach) Homberger, Olbrecht, Hofstetter, Studerus, Jeitziner, Hoffmann, M. Koller, T. Koller, Pace, Rot­zinger, Gartmann, Popp, Eigenmann, Grau, Bommeli, Speranzino, Hausammann, Coach: Christian Strasser.

Bemerkungen: SCR ohne die verletzen Sieber, Knöpfel, Stoop, Pfeiffer

Masterround

Frauenfeld – Wil 5:3. Burgdorf – Bellinzona 3:5. Wetzikon – Pikes 4:1.

Rangliste: 1.Frauenfeld 3/66, 2.Wetzikon 3/53, 3.Pikes 3/47, 4.Wil 3/46, 5.Bellinzona 3/45, 6.Burgdorf 3/34.