«Die Latte liegt hoch»

Vize-Gemeindepräsident Hans-Peter Stäheli ist überrascht – auch von der Deutlichkeit des Resultats.

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Hans-Peter Stäheli, war dieses deutliche Resultat absehbar?

Hans-Peter Stäheli: Es war sehr schwer abzuschätzen. Man hörte im Vorfeld fast nichts. Aber der Volksentscheid fiel sehr klar aus. Ich denke, die Erwartungen an Stefan Suter sind enorm.

Rechnete der Gemeinderat mit diesem Resultat?

Stäheli: Es wird für die meisten eine grosse Überraschung sein. Der Grund liegt wohl darin, dass wir wenig mitbekamen von dem, was in den letzten Wochen und Monaten im Dorf, in den Vereinen und an den Stammtischen lief. Wir rechneten damit, dass Stefan Suter Stimmen bekommen wird, aber dass das Resultat so deutlich ausgefallen ist, also praktisch zwei Drittel zu einem Drittel, ist wohl für alle von uns überraschend.

Sind die Dorf- und Stammtisch-Gespräche der einzige Grund?

Stäheli: Das ist nur ein Teil der Wahrheit. Im Vorfeld wurde vermutlich kräftig mobilisiert für Stefan Suter; vor allem im Dorfteil Au. Dass das Interesse gross war, belegt die Wahlbeteiligung von gegen vierzig Prozent. Die Leistungen des bisherigen Präsidenten und des bisherigen Gemeinderates können nicht der Grund für den Wechsel sein. Wir haben einiges zustande gebracht und sehr viel realisiert. Dass dabei auch Reibungspunkte entstehen, liegt auf der Hand, aber es begründet die Deutlichkeit des Resultats für den Wechsel im Präsidium nicht.

Gab es auch Reibungspunkte zwischen Gemeinderat und Gemeindepräsident?

Stäheli: In einem breit abgestützten Rat gibt es immer Punkte, in denen man nicht einer Meinung ist. Wir hatten ein gutes Klima im Gemeinderat, aber Reibungspunkte gab es auch bei uns – wie überall. Das wird auch in Zukunft und im neuen Rat so sein.

Was ist Ihre persönliche Meinung zum neuen Präsidenten?

Stäheli: Das Resultat ist klar, und diesen demokratischen Entscheid gilt es zu respektieren. Die Latte liegt für Suter hoch. Ich wünsche ihm mit dem neu gewählten Gemeinderat viel Erfolg.

Interview: René Schneider