Die Last der Frankenkredite

VORARLBERG. Die Hypo Landesbank Vorarlberg wehrt sich gegen jüngst veröffentlichte Zahlen der Ratingagentur Moody's. Moody's meinte in einem Kommentar, bei 29 Prozent des Kreditbuches der Vorarlberger Bank handle es sich um Frankenkredite.

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VORARLBERG. Die Hypo Landesbank Vorarlberg wehrt sich gegen jüngst veröffentlichte Zahlen der Ratingagentur Moody's. Moody's meinte in einem Kommentar, bei 29 Prozent des Kreditbuches der Vorarlberger Bank handle es sich um Frankenkredite. «Hypo» dementierte, denn in Wirklichkeit machten die Kredite in Schweizer Franken rund 15,5 Prozent des Kreditbuches aus, die Summe belaufe sich auf rund 1,5 Mrd. Euro. Die Ratingagentur hielt in ihrem Kommentar fest, die österreichischen Unternehmen und Privathaushalte hielten per Ende September letzten Jahres 29,2 Mrd. Euro an auf Franken lautenden Krediten. Unter den nur in Österreich tätigen Banken, schätzt Moody's, treffe der Entscheid der Schweizer Nationalbank die Hypo Landesbank Vorarlberg und die Hypo am härtesten. Aufgrund der geringen Gewinne und begrenzten Diversifikation dürfte die Anpassung bei den Kreditkosten bei diesen beiden Banken am deutlichsten ausfallen. Wie es in Vorarlberger Medien heisst, hat Österreich bei Franken-Fremdwährungskrediten in der EU die Nase vorn. (kla)