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Die Kita will mehr Geld von Wolfhalden

In der gemeindeübergreifenden Kinderkrippe Heiden und Wolfhalden blieben lange viele Plätze frei. Jetzt kommen zahlreiche Anfragen aus Wolfhalden. Dort will man aber nicht mehr Geld dafür ausgeben.
Bruno Eisenhut
In der Kinderkrippe Wirbelwind werden Kinder aus dem Appenzeller Vorderland betreut. (Bild: Lisa Wickart)

In der Kinderkrippe Wirbelwind werden Kinder aus dem Appenzeller Vorderland betreut. (Bild: Lisa Wickart)

Wolfhalden wächst, und mit dem Wachstum rollt ein neues Problem auf die Gemeinde zu. Nach mageren Jahren zählt die Gemeinde heute so viele Einwohner wie letztmals in seiner Blütezeit im 18. Jahrhundert – rund 1800 Personen. Clevere Entscheidungen des Gemeinderats hätten dazu geführt, so Gemeindepräsident Gino Pauletti. Beispielsweise sei gemeindeeigenes Bauland für eine Überbauung eingesetzt worden.

Besonders Familien zog es in jüngster Zeit in die Neubauten nach Wolfhalden. Gehen die Eltern ihrer Arbeit nach, lassen sie ihre Kinder oft in der Kinderkrippe Wirbelwind betreuen – eine Kinderbetreuung, die von den meisten Vorderländer Gemeinden finanziell unterstützt wird. Konkret: Die Eltern bezahlen einen Beitrag, dessen Höhe vom Lohn abhängig ist.

Die Differenz zum Volltarif geht zulasten der Wohngemeinde. Für die Gemeinde Wolfhalden bedeutet dies in Zukunft massive Mehrkosten.

Deshalb habe die Kita Wirbelwind bei der Gemeinde Wolfhalden eine Beitragserhöhung von 60 Prozent beantragt, erklärt Susann Metzger vom Verein Kita Wirbelwind gegenüber unserer Zeitung. Dies sei zwingend nötig, weil immer mehr Kinder von Wolfhalden in die Kita gebracht würden.

Wolfhalden sieht keine Dringlichkeit

Wolfhalden hat jährlich 25 000 Franken als Kostendach budgetiert. Im vergangenen Jahr wurde dieser Betrag aufgebraucht. Trotz Prognose des Vereins hält Wolfhaldens Gemeindepräsident Gino Pauletti wenig von einer Beitragserhöhung. Der Gemeinderat werde Ende Monat über den Antrag der Kita beraten und entscheiden, wie hoch das Kostendach für 2017 ist. Viel mehr stört sich Pauletti an der Tarifliste der Kita. Das Verhältnis zwischen Elternbeiträgen und Gemeindebeiträgen stimme nicht, so Pauletti. Die finanzielle Beteiligung der Eltern ist aus seiner Sicht zu tief, jene der Gemeinden hingegen zu hoch. Er stört sich daran, dass die Gemeindebeiträge für die Kinderbetreuung teilweise höher ausfallen als jene der Eltern. Dass Wolfhalden aus dem Verein Kita Wirbelwind austritt und eine andere Lösung anstrebt, schliesst Gino Pauletti trotz Forderung der Kita aber aus. Die Kita Wirbelwind sei eine «gefreute Sache», wenn nur die Tarifliste anders aussehen würde. Susann Metzger vom Verein Kita Wirbelwind zeigt wenig Verständnis für die Haltung des Wolfhäldler Gemeindepräsidenten. «Spricht die Gemeinde keine zusätzlichen Gelder, muss Wolfhaldens Form der Mitgliedschaft überdacht werden», so die Vereinsvertreterin.

Und dies hätte Folgen für die Einwohner von Wolfhalden. Susann Metzger, selber Gemeinderätin der Nachbargemeinde Heiden, sagt, dass Heiden für das kommende Jahr das Kostendach auf 110 000 Franken erhöht habe. Im Sinne einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit erwarte sie auch eine Anpassung von Wolfhalden.

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