Die Kapo im Sommerloch

Innert weniger Tage hat der Pokémon-Go-Hype die ganze Welt erobert. Junge und Junggebliebene irren derzeit noch zombiehafter als sonst durch die Gegend, die Blicke starr auf die Smartphones gerichtet auf der Jagd nach den hässlichen Viechern.

Roman Hertler
Merken
Drucken
Teilen

Innert weniger Tage hat der Pokémon-Go-Hype die ganze Welt erobert. Junge und Junggebliebene irren derzeit noch zombiehafter als sonst durch die Gegend, die Blicke starr auf die Smartphones gerichtet auf der Jagd nach den hässlichen Viechern. Manche fallen dabei Treppen hinunter oder ins Wasser, es kam zu Verkehrsunfällen und Jobkündigungen. Im New Yorker Central Park hat sich gleich eine Hundertschaft der Monsterjäger auf ein besonders seltenes Exemplar gestürzt.

Violettes Fledertier

Eines dieser Pokémons ist das fledermausartige, violette Zubat. Gemäss Recherchen unserer Zeitung hat es zwar keine Augen, beherrscht aber trotzdem die Horrorblick-Attacke. Grauslig, denkt sich der Laie. Da will man gar nicht erfahren, wozu das Monster fähig ist, wenn es sich erst einmal zum Golbat oder gar zum Iksbat weiterentwickelt.

Notrufzentrale als Höhlenersatz

Das gemeine Zubat hält sich am liebsten in Höhlen auf. Weshalb sich nun ein Exemplar in die Thurgauer Notrufzentrale verirrt hat, ist nicht bekannt. Dunkelheit? Feuchtigkeit? Beamte haben das digitale Monster entdeckt, fotografiert und nicht versäumt zu betonen, dass man dem ganzen Pokémon-Hype eigentlich entfliehen wollte. Das Foto straft die Polizei aber Lügen, denn mindestens ein Polizist hat das App schliesslich heruntergeladen. Vermutlich aber nur zu Ermittlungszwecken.