Die innere Disziplin macht es aus

Beim Berufsevent des Vereins «Chance Industrie Rheintal» stehen auch Lernende aus den Partnerunternehmen an den Ständen. Wie man sich und seinen Lehrberuf richtig präsentiert, erfuhren die jungen Leute während eines Workshops.

Andrea Plüss
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Sich kennenlernen durch Fragen: 31 Lernende absolvierten den Workshop «Training für die Standbetreuung» beim Berufsevent. (Bilder: Andrea Plüss)

Sich kennenlernen durch Fragen: 31 Lernende absolvierten den Workshop «Training für die Standbetreuung» beim Berufsevent. (Bilder: Andrea Plüss)

HEERBRUGG. An zwei Tagen – gestern und noch einmal am 5. Oktober – werden insgesamt etwa 100 Lernende auf ihren Einsatz am mehrtägigen Berufsevent Ende Oktober vorbereitet. »Die Standbetreuung in den letzten Jahren hatte Verbesserungspotenzial», erklärt Projektleiterin Priska Ziegler. Wie man bei Schülerinnen und Schülern Interesse weckt, wie man ein informatives Gespräch führt und welche Bedeutung das eigene Erscheinungsbild hat, erfuhren die Workshop-Teilnehmer durch Gruppenarbeit und Kurzvorträge.

Motivationsfragen

Locker und dennoch zielgerichtet führte Jörg Haas, Berufsbildner bei Swissoptic, durch den Basiskurs. Auf unkonventionelle Art – durch einfache Fragen – brachte er die 31 Lernenden dazu, miteinander zu kommunizieren und sich so kennen zu lernen. In einem zweiten Schritt galt es, in Gruppen zu diskutieren und Antworten zu präsentieren auf die Frage, was man als Besucher auf Messen persönlich geschätzt habe und was nicht.

Geschätzt wurden vor allem die freie Verpflegung, der schulfreie Tag und auch, selber etwas zu arbeiten. Negativ in Erinnerung geblieben waren den Lernenden zu viele Leute, unnötige Broschüren, langes Zuhören und langes Stehen.

Plakat ohne Worte

«Eigentlich wissen alle hier, wie sie sich am Stand verhalten sollen. Es ist ihnen nur nicht unbedingt bewusst», meint Jörg Haas, der bei Swissoptic 18 Lernende betreut und ausgewiesene Messeerfahrung besitzt.

Wenn die Teilnehmer ein Plakat ohne Worte malen sollen, mit allem, was für sie negativ ist beim Standpersonal und am Stand selber, «dann kommen sie von allein darauf, auf was es ankommt», so Haas. Alle Plakate, wurden genau betrachtet, die Darstellungen hinterfragt, und am Ende notierten die Teilnehmer – jeder für sich – je fünf Vorsätze, die sie bei ihrem Messeeinsatz beherzigen wollen.

Da hiess es zum Beispiel «ausgeschlafen sein», «freundlich und motiviert sein» oder auch «auf die Leute eingehen».

Erfolgsfaktoren

Dass der Erfolg einer Messe nicht von deren Grösse abhängt, machte Haas in seinem Kurzvortrag deutlich. «Ihr seid der Grund, warum die Messe Erfolg hat», wandte er sich an die Teilnehmer. Nur wer Begeisterung ausstrahlt, kann überzeugen, so Haas. Man kommuniziere auch ohne Worte – die Haltung sei deshalb von Bedeutung.

Die innere Disziplin sei aber der wichtigste Teil des Erfolgs, machte der Coach deutlich.

Ferat Uzun Informatiker Leica Geosystems

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Dominique Good KV Bezema AG

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