Die Herzen der Rheintaler gewonnen

Auf 50 000 Eintritte ist die neue, verkürzte Rhema gekommen. Die Messeverantwortlichen werten dies als Erfolg. Sie sehen aber auch Verbesserungspotenzial für die nächste Rhema. Diese soll vom Mittwoch, 27. April, bis Sonntag, 1. Mai 2016, stattfinden: «Es bleibt bei fünf Tagen», betont Rhema-Präsident Reini Frei.

Max Tinner
Drucken
Teilen
Die neuen «Drei Könige»: Messeleiterin Margit Hinterholzer und Messeassistent Simon Büchel krönen Turi Messmer, Christian Sepin und Ruedi Mattle zu Helden der Rhema. Dazwischen Rhema-Präsident Reini Frei. (Bild: Max Tinner)

Die neuen «Drei Könige»: Messeleiterin Margit Hinterholzer und Messeassistent Simon Büchel krönen Turi Messmer, Christian Sepin und Ruedi Mattle zu Helden der Rhema. Dazwischen Rhema-Präsident Reini Frei. (Bild: Max Tinner)

ALTSTÄTTEN. Die Messeverantwortlichen zeigten sich gestern mit dem Erfolg der Rhema zufrieden. Um die 50 000 Besucher sind gekommen. Sie dürften um die 20 Mio. Franken an Investitionen und Konsumationen ausgelöst haben, schätzt Verwaltungsratspräsident Reini Frei. Dies sei der quantitative Erfolg der Rhema. Den qualitativen wertet er ungemein höher: Jener habe sich ihm in den vielen zufriedenen Besuchergesichtern und in strahlenden Ausstellern gezeigt. «Die Rhema hat die Herzen der Rheintaler gewonnen», ist er überzeugt.

Als angenehm empfunden wurde von den Besuchern die neue Messearchitektur mit freiem Besucherstrom. Diese zeigte aber auch Schwächen. Statt wie erwartet frei zu zirkulieren, tendierten die Besucher offenbar dazu, den Ständen an den Hallenwänden entlang zu flanieren. Aussteller in der Hallenmitte beklagten sich über eine schwache Frequentierung ihrer Stände.

«Das ist sicher etwas, was wir aufs nächste Mal anschauen müssen», sagt Messeleiterin Hinterholzer. Sie hat noch weiteres Verbesserungspotenzial geortet. So soll die Rhema barrierefreier werden. Der Zugang über die gekieste Allee war für Rollstuhlfahrer mühsam. Auch möchte man künftig weitere Teile des Areals überdachen, vor allem über den Verpflegungsständen. Und WCs wird es nächstes Jahr wohl noch mehr brauchen – trotz anderslautendem Versprechen gab es zuweilen Wartezeiten.

Ausgebaut werden soll der öffentliche Verkehr als Rhema-Zubringer. Bereits heuer sind rund die Hälfte der Besucher über den Bahnhof Altstätten mit dem Shuttlebus angereist. Sie haben gut daran getan: Weil wegen des Regens die ans Areal angrenzenden Wiesen nicht mehr genutzt werden werden konnten, waren am Sonntag alle Parkplätze – auch jene auf dem Landi- und Aldi-Areal – voll belegt.

Positive Bilanz zogen auch Christian Sepin und Turi Messmer, Gemeindepräsident und Ortsverwaltungsratspräsident der Gastgemeinde Au. «Die Rhema war für uns ein durchschlagender Erfolg», sagte Sepin, der während der ganzen Rhema in Altstätten war und «tausende Gespräche» geführt hat. Er könne es jeder Gemeinde nur empfehlen, an der Rhema als Gastgemeinde aufzutreten: «Es ist eine Riesenchance.» Altstättens Stadtpräsident Ruedi Mattle freut sich, dass die Messe «ohne nennenswerte Zwischenfälle» über die Bühne gegangen ist. «Eine solche Rhema tut Altstätten gut», betonte er. Der Stadt liege viel daran, dass die Messe in Altstätten bleibt.

Als richtig habe sich die Kürzung auf noch fünf Messetage erwiesen, sagte Rhema-Präsident Reini Frei. Auch nächstes Jahr wird die Rhema wieder fünf Tage dauern. Der Temin steht bereits: Warm-up wird am Freitag und Samstag, 22. und 23. April, sein, Messe vom Mittwoch, 27. April, bis Sonntag, 1. Mai. Erste Ausstelleranfragen seien bereits eingegangen, freut sich Messeleiterin Margit Hinterholzer.

Aktuelle Nachrichten