Die Grünen engagieren sich gegen die Zersiedelung

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Altstätten Die Grünen Rheintal hielten an ihrer Hauptversammlung in Altstätten Rückschau auf ein bewegtes Jahr. Im Mittelpunkt stand das Engagement im Zusammenhang mit den Ab­stimmungen «Grüne Wirtschaft» und Atomausstieg. Die Grünen schauten nicht nur auf vergangene Aktivitäten zurück, sondern liessen sich auch über die Volksinitiative «Zersiedelung stoppen» informieren.

«Landauf und landab zeigen sich die Folgen der fortschreitenden Zersiedlung. Es wird gebaut auf Teufel komm raus, Natur­flächen gehen verloren, das Landschaftsbild wird stark verändert», schreiben die Grünen. Die neusten Zahlen würden zeigen, dass die Zersiedelung «noch weit schlimmer als angenommen» sei. Weil das Raumplanungsgesetz die Zersiedelung nicht stoppe, brauche es griffige Massnahmen zum Schutz des unbebauten Bodens. Mit über 135000 Unterschriften reichten die Jungen Grünen die Volksinitiative «Zersiedelung stoppen» ein.

Flurin Gschwend, Co-Präsident der Jungen Grünen Kanton St. Gallen, stellte die Initiative vor. Durch sie sollen die Rahmenbedingungen für nachhaltige Quartiere verbessert werden und die Zersiedelung durch Kompensation von Neueinzonungen wirksam gestoppt werden. Zudem sollen keine weiteren Ausnahmen für das Bauen ausserhalb der Bauzonen zugelassen werden. Noch stehe nicht fest, wie der Bundesrat reagiere und wann die Initiative zur Abstimmung komme, sagte Flurin Gschwend. Dass es einer Jungpartei gelungen ist, die Unterschriften innerhalb kurzer Zeit zusammenzubringen, zeige aber, dass die Zersiedelung vielen Schweizer unter den Nägeln brenne und Massnahmen mehrheitsfähig seien.

In ihrem Jahresbericht blickten die Co-Präsidenten der Grünen Rheintal, Petra Rohner (Diepoldsau) und Meinrad Gschwend Altstätten), auf eine Reihe poli­tischer Aktionen zurück. Ein Schwerpunkt war das Engagement im Vorfeld der nationalen Initiativen, die von den Grünen lanciert worden waren: Atom-Ausstieg und Grüne Wirtschaft. Beide sind abgelehnt worden, der Atomausstieg nur knapp.

Die Auswirkungen der Klimaveränderung seien immer deutlicher zu erkennen, und bei der Energie setze sich die Erkenntnis durch, dass sparsamer und autonomer gehandelt werden müsse, wurde an der HV gesagt. Die Klimaveränderung und die konsequente Umstellung auf erneuerbare Energie sind zwei Schwerpunkte im grünen Programm 2017. Die Grünen Rheintaler blicken mit Optimismus in die Zukunft und freuen sich, wenn sie noch vermehrt von neuen Kräften unterstützt werden. (pd)

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