Die Gemeinde übernimmt den Wärmeverbund

REUTE. Im Jahr 2007 befasste sich der Gemeinderat mit der Sanierung der Liegenschaft Dorf 47 (alte Kanzlei). Nach Prüfung verschiedener Heizungs-Varianten entschied er sich für eine Holzschnitzelheizung.

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REUTE. Im Jahr 2007 befasste sich der Gemeinderat mit der Sanierung der Liegenschaft Dorf 47 (alte Kanzlei). Nach Prüfung verschiedener Heizungs-Varianten entschied er sich für eine Holzschnitzelheizung. Diese sollte nicht nur die «alte Kanzlei», sondern auch die anderen öffentlichen Gebäude im Dorf beheizen. Der Wärmeverbund wurde so konzipiert, dass noch weitere Gebäude angeschlossen werden konnten bzw. können. Als Organisationsform war vorgesehen, den Wärmeverbund als separates Ressort analog der Wasserversorgung zu betreiben.

Die Stimmberechtigten bewilligten 300 000 Franken. Da für die «alte Kanzlei» unter Zeitdruck eine Heizung realisiert werden musste und um Subventionen in der Höhe von 36 000 Franken zu erhalten, wurde 2009 von der Einwohnergemeinde Reute die «Wärmeverbund Dorf Reute GmbH» gegründet. Dem Wärmeverbund gehören zehn Liegenschaften an, davon drei gemeindeeigene. Die Vorteile, die mit der Gründung der GmbH verbunden waren, haben sich leider bald ins Gegenteil gewendet. Als selbständige Firma hat die GmbH schlechtere Konditionen beim Fremdkapital als die Gemeinde, benötigt eine eigene, teurere Versicherungslösung und ist steuerpflichtig. Die GmbH wirtschaftet in den letzten Jahren knapp kostendeckend. Die Nachteile der GmbH haben den Gemeinderat bewogen, den Wärmeverbund in die Gemeinderechnung zu integrieren und als eigenes Ressort zu führen.

Die Gemeinde übernimmt dabei alle Aktiven und Passiven der GmbH, die anschliessend liquidiert wird.

Durch bessere Zinskonditionen kann das Betriebsergebnis des Wärmeverbundes verbessert werden. Jede weitere angeschlossene Liegenschaft trägt ebenfalls dazu bei.

In Absprache mit der GPK wurde beschlossen, erst das Reglement zu schaffen und die Integration auf den 1. Januar 2016 vorzunehmen. Der Gemeinderat hat das Reglement für den Wärmeverbund erlassen und es dem Referendum unterstellt. Die Referendumsfrist dauert vom 2. bis 21. Oktober. (gk)