Montlingen-Eichenwies
Rheintaler Verein baute Krippe für die Schweizergarde – jetzt sind Figuren und Stall sicher in Rom angekommen

Der Krippenbauverein Montlingen-Eichenwies übergab die selbst gebaute Krippe der Schweizergarde in Rom.

Monika von der Linden
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Am 2. Oktober brachte der Krippenbauverein Montlingen-Eichenwies um Präsident Daniel Kühnis (Siebter von links) der Schweizergarde ein Gefühl von Heimat nach Rom.

Am 2. Oktober brachte der Krippenbauverein Montlingen-Eichenwies um Präsident Daniel Kühnis (Siebter von links) der Schweizergarde ein Gefühl von Heimat nach Rom.

Bild: Robert Hangartner

Anfang Oktober reiste Präsident Daniel Kühnis mit dem Krippenbauverein Montlingen-Eichenwies nach Rom. Der Car hatte ein nicht alltägliches Gut geladen: eine Krippe samt Figuren. Die Fracht war bestimmt für die Kapelle der Schweizergarde.

Die Aufregung der Vereinsmitglieder war entsprechend gross. Schliesslich trennte sie nur noch eine Tagesreise von der Antwort auf die alles entscheidende Frage: Waren die Massangaben richtig, die ihnen ein Gardist über die Kapelle angegeben hatte?

«Es gibt zwei Wörter: Es passt!», antwortet der Präsident in einem Video des Onlineportals kath.ch. Ein Journalist des Katholischen Medienzentrums in Zürich hatte die Krippenbauer mit der Kamera nach Rom begleitet und die Übergabe im Film dokumentiert.

«Es war ein Moment grosser Erleichterung, als wir die Krippe in der Gardekapelle aufgestellt hatten, sagt Daniel Kühnis nach seiner Rückkehr aus Italien. «Rundherum zeigten alle ihre Freude. Die Gardisten sagten, die Krippe sei der Hammer.»

Mit wertvoller Fracht in den Vatikan

All jene, die sowohl die Kapelle in Rom als auch die Krippe in der Montlinger Werkstatt gesehen hatten, hatten den Vereinspräsidenten ein wenig verunsichert. «Angeblich war sie zu gross, obwohl wir uns an die Masse gehalten haben», sagt Daniel Kühnis. Dann lief aber doch alles reibungslos ab.

«Die italienische Polizei wunderte sich wohl, dass wir mit einem Car im Vatikan vorfahren wollten.»

Da der Transport aber von der Garde erwartet worden war, waren die behördlichen Hürden schnell überwunden. Die Mühen der Krippenbauer haben sich also gelohnt. Das ganze Jahr über hatten sie in ungezählten Stunden Fronarbeit den Stall gebaut, die Figuren restauriert und einen Profimaler für den Hintergrund engagiert (wir berichteten).

Obwohl es Anfang Oktober noch eine Weile bis Weihnachten dauert, durfte die Rheinta­ler Reisegruppe der Einweihung der Gardekrippe beiwohnen. «Wir hatten als Verein ein Erlebnis, an das wir uns gewiss immer erinnern werden.» Nachdem die Rheintaler Krippenbauer die wertvolle Fracht im Vatikan übergeben hatten, blieben sie noch ein paar Tage in der die Heiligen Stadt.

Hinweis: Über rheintaler.ch gelangt man zum Video des Katholischen Medienzentrums

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