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Die Fünf-Millionen-Franken-Kurve zwischen Berneck und Reute

Der Kanton lässt sich den Brückenbau Sulzbach für die Umfahrung eines Hanges mit Entschärfung einer Kurve einiges kosten. Die Politische Gemeinde Berneck muss sich finanziell nicht beteiligen.
Kurt Latzer
Mit dem Neubau der Brücke verschwindet der scharfe Rank auf der Kantonsstrasse zwischen Berneck und Reute. (Bild: Kurt Latzer)Mit dem Neubau der Brücke verschwindet der scharfe Rank auf der Kantonsstrasse zwischen Berneck und Reute. (Bild: Kurt Latzer)
Die älteren Kinder übernahmen eine Rolle im biblischen Theater.Die älteren Kinder übernahmen eine Rolle im biblischen Theater.
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Die Fünf-Millionen-Franken-Kurve

Wer öfter von Berneck nach Reute fährt, kennt den scharfen Rank im Sulzbachtobel, knapp oberhalb der Kantonsgrenze zwischen St. Gallen und Appenzell Ausserrhoden. Am Strassenrand warnt eine Gefahrentafel vor Steinschlag. Wegen Felssturz war die Obereggerstrasse, die nach der engen Kurve Sondereggerstrasse heisst, im April 2016 gesperrt.

Die beste aller Varianten ausgewählt

Der Kanton St. Gallen hat nun die Arbeiten für eine Entschärfung der Situation ausgeschrieben. Über dem Sulzbach soll eine 51 Meter lange und acht Meter breite Brücke mit einem Radius von 40 Metern entstehen. Die tal- und bergseitigen Zufahrten bekommen Hangsicherungen. Über fünf Millionen Franken lässt sich der Kanton das Beseitigen einer Kurve kosten.

Ist das nicht übers Ziel hinausgeschossen; wäre es nicht günstiger, nur den Hang zu sichern? Marcel Eisenring, Projektleiter Kunstbauten beim Baudepartement St. Gallen, nannte mehrere Gründe, die für die geplante Variante sprechen. Auslöser für das Projekt seien unter anderem die ungenügenden Sichtweiten, das schwierige Kreuzen für Busse und Lastwagen und die geologisch schwierigen Verhältnisse mit Steinschlaggefahr und lokale, talseitige Rutschungen.

Verkehrsbehinderungen für etwa ein Jahr

«Mit einer einfachen Hangsicherung sind diese Probleme nicht zu lösen», sagt Marcel Eisenring. Das vorliegende Projekt ist Bestandteil des 16. Strassenbauprogramms und hat erste Priorität.

Und welche Alternativen hat der Kanton geprüft? «Diverse», sagt der Projektleiter, «den Ausbau der bestehenden Linienführung, eine kurze und eine lange Brücke über das Tobel.» Die gewählte Linienführung sei unter den gegebenen Bedingungen die beste Variante. Der Brückenbau bringt einen recht grossen Eingriff in den Wald mit sich. Sind Ersatzmassnahmen in den Baukosten inbegriffen? «Rodungsflächen müssen mit Ersatzaufforstungsflächen gleicher Grösse abgegolten werden», sagt Marcel Eisenring. Die bestehende Strasse wird in einen drei Meter breiten Waldbewirtschaftungsweg zurückgebaut, die restliche Fläche aufgeforstet. Weil die neue Strasse kürzer wird, ist der Flächenausgleich vor Ort gegeben. Die Massnahmen sind in den Gesamtkosten enthalten.

Die Arbeiten sind ausgeschrieben, der Bau soll im August beginnen und im Herbst 2020 abgeschlossen sein.

Dem Schleichverkehr entgegenwirken

«Die Baustelle ist während der Bauzeit grundsätzlich einseitig befahrbar. Es kann jedoch vorkommen, dass die Kantonsstrasse für kurze Phasen komplett gesperrt und der Verkehr umgeleitet werden muss», sagt Marcel Eisenring. Die Grenze der Politischen Gemeinde Berneck reicht in Richtung Reute bis nach dem scharfen Rank. Weil die Strasse dem Kanton gehört, muss sich die Gemeinde an den Kosten nicht beteiligen.

«Abgesehen von mehr Sicherheit ist das Projekt vor allem gut für den öffentlichen Verkehr. Möglichweise gibt es nachher weniger Schleichverkehr übers Eschenmoos», sagt Bernecks Gemeindepräsident Bruno Seelos.

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