Die Fischbestände schonend nutzen

67 Teilnehmerinnen und Teilnehmer absolvierten am Samstag den obligatorischen Ausbildungskurs für Fischerei im Optikhus Leica, Heerbrugg. Eine ganze Reihe von Petri-Jüngern ist erst zehn Jahre alt, aber mit Begeisterung dabei.

Max Pflüger
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Im Kurs für angehende Fischerinnen und Fischer lernten diese die Grundlagen und Vorschriften. Erst mit dem Ausweis können sie bei den Gemeinden oder beim Kanton ein Patent erlangen. (Bilder: Max Pflüger)

Im Kurs für angehende Fischerinnen und Fischer lernten diese die Grundlagen und Vorschriften. Erst mit dem Ausweis können sie bei den Gemeinden oder beim Kanton ein Patent erlangen. (Bilder: Max Pflüger)

Heerbrugg. Seit dem 1. Januar 2009 ist gemäss Verordnung zum Bundesgesetz über die Fischerei laut Artikel 5a in der ganzen Schweiz eine Anglerausbildung obligatorisch:

Wer eine Bewilligung zum Fang von Fischen und Krebsen erwerben will, muss nachweisen, dass er ausreichende Kenntnisse über Fische und Krebse und die tierschutzgerechte Ausübung der Fischerei hat.

Grosses Interesse

Bereits im vergangenen Jahr absolvierten rund 500 Anglerinnen und Angler im Kanton St. Gallen, darunter rund die Hälfte Jungfischer, den Ausbildungskurs. Sie erhielten nach einer Erfolgskontrolle durch die Kursleitung den «Sachkunde-Nachweis, abgekürzt SaNa». Dieser muss beim Erwerb eines Fischereipatents vorgelegt werden.

Drei Kursorte

Auch dieses Jahr wurden wieder drei kantonale Kurse angeboten. Im Januar in St. Gallen und in Wangs und am vergangenen Samstag mit 67 Auszubildenden im Optikhus Leica in Heerbrugg.

Umfangreicher Wissenskatalog

Kursleiter Hans Frommenwiler, Gastreferent Rolf Schatz aus Zürich sowie die kantonalen Instruktoren Markus Herter, Roger Hendry und Michael Fezzi vermittelten den Kursteilnehmern ein umfangreiches fischereikundliches Wissen.

Gewässerkunde, Biologie und Kenntnis der Fisch- und Krebsarten wurden in den drei Morgenlektionen vermittelt. Am Nachmittag wurde an fünf verschiedenen Posten je 15 Minuten gearbeitet: Knotenkunde, Zubehör, Fliegenfischen, Seefischen und schonendes Töten mit dem Kiemenschnitt waren hier die Themen.

Nach einem abrundenden Film des Bundesamtes für Umweltschutz und einer Schlussfragerunde wurden die SaNa-Prüfungsblätter ausgeteilt.

Zur Erlangung des Ausweises mussten aus vorbesprochenen 140 Fragen eine Auswahl von 70 beantwortet werden. Nur wer 55 davon richtig beantwortete, erhält seinen Ausweis und darf künftig ein Patent lösen.

Eindrückliche Präparate ergänzen die Theorie-Ausbildung.

Eindrückliche Präparate ergänzen die Theorie-Ausbildung.

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