Die duale Berufslehre fördern

HEERBRUGG. Zwei Ausbildungsbetriebe, «Micarna» Bazenheid und «1zu1 Prototypen GmbH» Dornbirn, wurden mit dem Hans Huber Anerkennungspreis ausgezeichnet. Gleichzeitig erhielten 23 Lehrabgänger den begehrten SFS Lehrlingspreis.

Max Pflüger
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23 erfolgreiche Lehrabgängerinnen und Lehrabgänger aus dem Rheintal und dem Appenzellerland wurden mit dem SFS-Lehrlingspreis ausgezeichnet. Auf dem Bild fehlen zwei: Sina Weder, Marbach (Auslandaufenthalt) und Marc Weder, Au (Militärdienst). (Bild: Max Pflüger)

23 erfolgreiche Lehrabgängerinnen und Lehrabgänger aus dem Rheintal und dem Appenzellerland wurden mit dem SFS-Lehrlingspreis ausgezeichnet. Auf dem Bild fehlen zwei: Sina Weder, Marbach (Auslandaufenthalt) und Marc Weder, Au (Militärdienst). (Bild: Max Pflüger)

Zahlreiche interessierte Gäste aus Politik und Wirtschaft sowie Eltern und Verwandte der ausgezeichneten Lehrabgänger nahmen an der schlichten Feier im Technischen Zentrum der SFS Gruppe in Heerbrugg teil. Zum 17. Mal belohnte die Hans Huber Stiftung mit dem Anerkennungspreis überdurchschnittliches Engagement in der Ausbildung junger Berufsleute.

Und auch dieses Jahr verteilte SFS wiederum den begehrten Lehrlingspreis an überdurchschnittliche Lehrabgänger der in der SFS-Gruppe angebotenen Berufsgruppen mit Noten von 5,3 und besser. Es waren dieses Jahr 23 junge Damen und Herren, aus dem Rheintal und dem angrenzenden Appenzellerland, welche zwei Bücher und einen Barpreis von 1000 Franken entgegennehmen durften.

Gleichwertige Zähne am Rad

Mit einem Beispiel sinnvoller Zusammenarbeit von Praktikern und akademischen Forschern bei der Entwicklung eines Sicherheitssystems für Schlagbohrer eröffnete Lino Guzella, Rektor der ETH Zürich, seine Betrachtungen über die Ausbildung. Die gymnasiale Maturität mit anschliessendem Hochschulabschluss und die Berufslehre mit anschliessender Weiterbildung seien gleichwertige Zähne am Zahnrad der Maschinerie in der Berufswelt.

Ein Vorteil der dualen Berufsausbildung sei zum Beispiel die frühe Sozialisierung, sprich die frühe Möglichkeit, Verlässlichkeit und Verantwortungsbewusstsein zu erlernen. Damit brach er eine wichtige Lanze für die Berufslehre.

Wichtig sei dabei allerdings, dass das Bildungssystem auf allen Stufen immer wieder durchlässig sei, und dass auf allen Stufen qualitativ hohe Standards verlangt und angeboten werden.

Eine Lernende hielt die Laudatio

Christian Fiechter als Präsident der Hans Huber Stiftung überreichte sodann die Anerkennungspreise an Persönlichkeiten aus der Ostschweiz und aus Vorarlberg, die sich um die Berufsbildung verdient gemacht hatten. Sie gingen an Albert Baumann aus Wil sowie Wolfgang Humml und Hannes Hämmerle aus Dornbirn. Die Preissumme beträgt 40 000 Franken.

Die beiden Vorarlberger Preisträger sind Gründer und Inhaber des Modellherstellers «1zu1 Prototypen» in Vorarlberg. Die schaffen laut Fiechter seit Jahren neue Stellen und sichern mit der Ausbildung von lernenden das Wachstum ihres Unternehmens.

Albert Baumann ist Unternehmensleiter des Fleischverarbeiters Micarna. Einer seiner grossen Verdienste ist die Schaffung der Lernfirma «Mazubi», einer Firma, welche nur von Auszubildenden geführt wird.

Zum ersten Mal an der Hans Huber Preisverleihung kam daher auch eine Lernende, Noemi Andres, zu Wort. Sie dankte Albert Baumann für die einmalige Möglichkeit, schon im zweiten Lehrjahr eine Firma führen zu und damit wertvolle Erfahrungen sammeln zu können.

Mazubi-Geschäftsführerin Noemi Andres gratuliert und dankt ihrem Ausbildner Albert Baumann von Micarna. (Bild: Max Pflueger)

Mazubi-Geschäftsführerin Noemi Andres gratuliert und dankt ihrem Ausbildner Albert Baumann von Micarna. (Bild: Max Pflueger)

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