Die Drachen der Neuzeit

ST.MARGRETHEN. Vom 6. bis am 24. Januar gastiert die Ausstellung «Echsen» im Rheinpark in St.Margrethen. In 17 Terrarien können verschiedene Echsenarten bestaunt und teilweise sogar gestreichelt werden.

Anina Gächter
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Christian Schweizer (l.) von Expovivo und Andreas Aepli vom Rheinpark freuen sich auf Besucher. (Bild: Anina Gächter)

Christian Schweizer (l.) von Expovivo und Andreas Aepli vom Rheinpark freuen sich auf Besucher. (Bild: Anina Gächter)

Vor 140 Millionen Jahren stampften die ersten Vorfahren der Echse durch eine urtümliche Welt. Während der Evolution eroberten sie die unterschiedlichsten Regionen unseres Planeten und lernten sich durch skurrile Farben und Formen in ihrer Umgebung einzufügen.

Meister der Anpassung

Echsen verfügen über eine breit gefächerte Anpassungsfähigkeit. Sie leben unter der Erde, können auf zwei Beinen über das Wasser laufen oder mit ausgestreckten Gliedmassen durch die Luft segeln. Über 6000 verschiedene Arten sind rund um den Globus in verschiedensten Klimazonen zu finden. Zahlreiche weitere wurden noch gar nicht entdeckt. Die grössten Echsen (die sogenannten Komodowarane) können bis zu eineinhalb Meter lang werden.

Auch in Europa gibt es 50 verschiedene Echsenarten, die meisten von ihnen stehen jedoch auf der Liste der gefährdeten Arten. Die Ausstellung im Rheinpark möchte deshalb auf das Aussterben der schuppigen Kleintiere aufmerksam machen.

«Wer hier die Gelegenheit hat, die feinen Lamellenpfötchen der Geckos auf seiner Hand zu spüren, die rauhen Schuppen des Leguans zu streicheln oder einem Chamäleon Auge in Auge gegenüberzustehen, wird zweifellos einen Schritt näher sein, um sich für den Schutz der einmaligen Kreaturen einzusetzen», meint Expovivo-Leiter Christian Schweizer.

Tierfreundliches Erleben

Um dieses Erlebnis den Besuchern näherzubringen, wurden im Rheinpark verschiedene Lebensräume gestaltet, die den Bedürfnissen ihrer Bewohner nahe kommen. Durch moderne Elektronik wurden die erforderlichen klimatischen Bedingungen aufgebaut, die eine Temperatur von mindestens 30 Grad und teilweise eine hohe Luftfeuchtigkeit ermöglichen.

Die Ausstellung umfasst rund 70 Tiere, die auf 17 geräumige Terrarien verteilt sind. Kurze, informative Texte unterstützen das Gesehene. Begleitet wird die Ausstellung von Fachpersonal, das den Besuchern jederzeit für Fragen zur Verfügung steht. Schulen und interessierte Gruppen können sich nach Anmeldung jederzeit einen Führungstermin reservieren. Die einstündigen Führungen finden jeweils vormittags um 10 und 11 Uhr sowie nachmittags um 13, 14 und 15 Uhr statt.

Mehr Informationen unter der Telefonnummer 071 747 34 11.