Die Änderungen werden begrüsst

Neu wird das Rebsteiner Pokalturnier am Mittwoch, Freitag und Samstag durchgeführt, der Sonntag entfällt. Neu gibt es Halbfinal- und Finalspiele: Gruppenzweite haben damit erstmals noch eine Chance auf den Turniersieg.

Reto Wälter
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Informierten die Vereinsvertreter über die Änderungen am 48. Pokalturnier (von links): Daniel Strickler, OK-Präsident, Erwin Heeb, sportliche Leitung, Enzo Oliva, Chef-Schiedsrichter, und Martin Eggenberger, sportliche Leitung. (Bild: Reto Wälter)

Informierten die Vereinsvertreter über die Änderungen am 48. Pokalturnier (von links): Daniel Strickler, OK-Präsident, Erwin Heeb, sportliche Leitung, Enzo Oliva, Chef-Schiedsrichter, und Martin Eggenberger, sportliche Leitung. (Bild: Reto Wälter)

Fussball. War früher der Sonntag der Höhepunkt des Rebsteiner Pokalturniers, so verschob sich das Interesse der Zuschauer immer mehr auf den Samstag. Die Versuche scheiterten, mit verändertem Programm am Sonntag wieder mehr Leute auf die Birkenau zu locken. Deshalb entschied sich das Organisationskomitee, bereits am Mittwoch mit den Gruppenspielen zu beginnen, diese am Freitag zu beenden (Donnerstag Ruhetag) und am Samstag die Final- und Klassierungsspiele auszutragen.

Änderung bringt nur Vorteile

Die Delegierten der zehn teilnehmenden Vereine begrüssten an der Pokalturnier-Sportsitzung diese Änderung. «Im Vorstand freut man sich über den freien Sonntag», sagte Ruedi Sieber, Präsident des FC Widnau und erklärte: «Viele Spieler wollen am Sonntag in die Ferien reisen, manchmal sogar gruppenweise.» Dem stehe nun nichts mehr im Weg und es sei gewährleistet, dass kompetitive und nicht Rumpfteams an den Finalspielen teilnehmen würden.

Giuseppe Castrovinci, erfahrener Assistenztrainer des FC St. Margrethen, sagte: «So ist der Samstagabend auch für die Spieler ein geselliger Anlass unter Fussballer-Kollegen.» Früher hätten die einen den Festplatz aufgrund der Sonntagsspiele gleich nach den Matches verlassen und die anderen hätten sich nur mit schlechtem Gewissen an die anschliessende Party getraut.

Neuer Modus mit Finalspielen

Wie bis anhin werden die zehn Mannschaften in zwei Fünfer-Gruppen aufgeteilt. In je zwei 40-Minuten-Matches am Mittwoch und Freitag wird die Rangliste in der Gruppe ausgemacht. Neu wird am Samstag der Gruppenerste gegen den Zweiten der anderen Gruppe im Halbfinal antreten und umgekehrt. Dann die Sieger den Final und die Verlierer den kleinen Final bestreiten. Ebenfalls wird der Gruppendritte gegen den anderen Gruppenvierten antreten. Lediglich die Gruppenletzten werden direkt um ihre Ehre spielen, das Turnier nicht als Letzter zu beenden.

So kann sich ein Gruppenvierter noch auf den fünften Platz vorarbeiten. Oder ein Gruppenzweiter den Turniersieg holen – früher war maximal Rang drei möglich. «Oft entschied ein einziges Tor den Gruppensieg, was zu Recht als nicht ganz fair angesehen wurde», sagte Daniel Strickler, OK-Präsident des Rebsteiner Pokalturniers. Auch die Anwesenden pflichteten bei, dass man dadurch wohl intensivere Finalspiele sehen werde, weil es nun darum gehe, sich innerhalb von vier Plätzen möglichst gut zu klassieren. Die Teams mehr zu verlieren, respektive mehr zu gewinnen hätten. Dabei kommt es auch zu einer Begegnung mehr wie vorher.

Saubere Buchhaltung erwünscht

Ruedi Sieber erwähnte die kaum zu verstehende Lautsprecher-Anlage und deponierte seinen Wunsch nach besserer Qualität. Strickler sagte, man habe bereits letztes Jahr Verbesserungen eingeführt. Allerdings habe man auf dem leeren Sportplatz getestet und mit den Zuschauern habe es dann total anders getönt. «Wir arbeiten daran», versprach er. Martin Eggenberger, als sportlicher Leiter des Pokalturniers, meinte augenzwinkernd: «Dann lohnt es sich nun auch, die Spielerlisten an jedem Matchtag neu, richtig und komplett auszufüllen. Denn in Zukunft wird man es verstehen, wenn der falsche Spieler als Torschütze ausgerufen wird.» Auch brauche man die Liste für die Alterskontrolle in Sachen Alkohol-Ausschank, es sei also auch ein Schutz für die jungen Spieler der Vereine. «Auch wir brauchen komplette Listen mit Name, Passnummer und weiterem mehr. Denn Tätlichkeiten müssen wir dem Verband melden», erklärte Enzo Oliva, als Verantwortlicher der Schiedsrichter.

St. Margrethen wieder dabei

In diesem Jahr wird wieder St. Margrethen teilnehmen. Es ersetzt Rorschach, das letztes Jahr nicht einmal zum letzten Spiel erschien.

Weiter dabei sind am Mittwoch, 20. Juli, wenn das 48. Pokalturnier eröffnet wird: Rebstein, Altstätten, Widnau, Diepoldsau, Rüthi, Staad, Montlingen, Au-Berneck und Goldach. «Unser Ziel ist es, dann schon 1000 Zuschauer auf die Birkenau zu bringen», sagte Daniel Strickler. Einer frotzelte, er könne dafür ja die Schweizer Nationalmannschaft einladen, die habe bis dann Zeit zur Genüge. Ein anderer hämisch: «Was? Bei diesem Traditionsturnier sollte man schon ein wenig auf Qualität bedacht sein.»

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