Didi Metzler zu St. Margrethen

FUSSBALL. Der neue Trainer des FC St. Margrethen ist ein alter Bekannter: Didi Metzler tritt die Nachfolge des zurückgetretenen Nino Vrenezi an. Der 48-jährige Vorarlberger kehrt nach einem halben Jahr Pause in den Rheintaler Fussball zurück.

Remo Zollinger
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Ideales Szenario: Der neue Trainer Didi Metzler (links) und Präsident und Sportchef Natal Schnetzer sind zufrieden. (Bild: Remo Zollinger)

Ideales Szenario: Der neue Trainer Didi Metzler (links) und Präsident und Sportchef Natal Schnetzer sind zufrieden. (Bild: Remo Zollinger)

FUSSBALL. Das Engagement von Didi Metzler beim FC St. Margrethen ist eine klassische Win-win-Situation: Sowohl der neue Trainer wie auch Präsident und Sportchef Natal Schnetzer bezeichnen es als Wunschszenario. «Ich bin überzeugt davon, dass er das Potenzial der Mannschaft in der Rückrunde ausschöpfen kann – ich spüre bei ihm eine grosse Begeisterung und eine riesige Leidenschaft», so Schnetzer, «überdies verfügt er über ein beträchtliches Renommée und ein intaktes Beziehungsnetz, das uns vorwärtsbringen kann.» Metzler kommt als alleiniger Cheftrainer, betreut wird er dabei aber von seinem langjährigen Begleiter Peter Frei, der die Funktion des Coaches einnehmen wird.

Das Kribbeln ist zurück

Didi Metzlers letzte Station war der FC Rheineck, den er bis im letzten Frühsommer trainiert hatte. Danach ergab sich bei ihm eine halbjährige Pause: «Im Sommer sah ich mich um, aber es hat sich nichts ergeben. Deshalb habe ich entschieden, eine Pause einzulegen. Im Herbst hat es mich dann aber wieder gejuckt», so der Trainer, der sich als Verrückten im positiven Sinn bezeichnet. So besuchte er wieder Spiele im Rheintal und in Vorarlberg, wobei St. Margrethen früh zur Diskussion stand. «Wir hatten schon im Sommer lose Kontakte», sagt Didi Metzler, «nun hat es in St. Margrethen geklappt. Es kribbelt bei mir wieder – ich bin Feuer und Flamme, hier etwas zu bewegen. Ich will die Möglichkeit nutzen, die mir der Vorstand bietet.» Didi Metzler ist im Rheintal bekannt als gründlicher, akribischer Arbeiter. «Wenn ich etwas in Angriff nehme, dann hat es Hand und Fuss, ich überlasse nichts dem Zufall. Mein Credo ist es, dem Amateurfussball ein profihaftes Denken einzuimpfen», betont Metzler, dessen A und O Disziplin und Ordnung sind. Daraus würden sich Hierarchien entwickeln, die die Mannschaft dann prägen sollen. Von dieser ist der neue Trainer nämlich überzeugt: «Ich kenne die Mannschaft sehr gut und weiss, dass sie ein grosses Potenzial hat. Dieses wollen wir nun abrufen, und dafür werde ich mit viel Einsatz arbeiten.»

Stabilisieren und entwickeln

Ein konkretes Rang-Ziel für die Rückrunde hat der FC St. Margrethen nicht, der Trainer will sich in der Tabelle aber noch um einige Ränge verbessern. «Im Zentrum steht für uns, dass wir uns stabilisieren und ständig weiterentwickeln», so Präsident Schnetzer. Dies sieht auch Metzler so: «Es wird eine sehr intensive Vorbereitung geben. Fussball ist ein ständiger Lernprozess, dem sich auch jeder Amateurspieler unterwerfen muss. Ich werde mit dem hier vorhandenen Spielermaterial arbeiten und versuchen, den Ansprüchen des Vereins und der Mannschaft gerecht zu werden.»

Raus aus dem Tabellen-Keller

Metzler will mit dem FC St. Margrethen möglichst rasch die hinteren Tabellenregionen verlassen und «dorthin, wo die Mannschaft vom Potenzial her sein könnte».