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Dialekt ist ein Stück Heimat

Für den Künstler Kurt Spirig (Kuspi) ist der Widnauer Dialekt ein Stück Heimat. Mit seinem Hörbuch «As kunt wis moas» möchte er dazu beitragen, dass dieser nicht in Vergessenheit gerät.
Susi Miara
Beim Abspielen seines Hörbuchs kann Künstler Kuspi immer noch herzhaft lachen. (Bild: Susi Miara)

Beim Abspielen seines Hörbuchs kann Künstler Kuspi immer noch herzhaft lachen. (Bild: Susi Miara)

Bereits vor vier Jahren machte Kuspi mit seinem Dialektbuch «Siand alli ohnu» auf sich aufmerksam. Weil das Zuhören etwas einfacher ist, als den Dialekt zu lesen, hat er jetzt ein Hörbuch mit 35 Kurzgeschichten im original Widnauer Dialekt aufgenommen.

Dialekt besser zum Ausdruck bringen

«Die Widnauer Mundart ist schweizweit eine der Markantesten», erklärt er. «An ihr kann man eine Person schon an wenigen gesprochenen Sätzen eindeutig dem Dorf zuordnen.» Für ihn ist der Widnauer Dialekt die ursprünglichste und ehrlichste Ausdrucksform, vor allem aber ein Stück Heimat. Dieser sollte seiner Meinung nach besser gepflegt werden, denn die jüngere Generation kenne den eigenen Dialekt oft gar nicht mehr. «Ich frage mich, ob es in Widnau überhaupt noch Widnauer hat», sagt Kuspi. Andererseits stellte er aber auch fest, dass vor allem die Kurznachrichten in letzter Zeit vermehrt in Mundart geschrieben werden. Er hofft auf ein baldiges Ende der Anglizismen und dass die Mundart in Zukunft auch in der Werbung ihren Platz finden kann. Sein Hörbuch hat er aber nicht nur für Widnauer aufgenommen. Er hofft, dass man auch über Gemeindegrenze hinaus Interesse an diesem speziellen Dialekt finden wird. Ob aber ein St. Galler auch alles verstehen wird, weiss er nicht. «Viele kennen Ausdrücke wie zum Beispiel Tschugger (Polizist), S’Aahöuli (Endstück vom Brot) oder Goorgla (Hals) heute gar nicht mehr.»

33 Kurzgeschichten und Lebensweisheiten, aber auch zwei kurze Lieder – «Dar Fang» und «Politiker» – hat Kuspi auf die CD gesprochen. Rund 30 Minuten hört man den echten Widnauer Dialekt. Viele Geschichten sind aus seiner Jugend oder handeln vom Rhein. In der Kurzgeschichte «Z’Stäacka z’Widnou» lästert er über die Stangen entlang der Bahnhofstrasse. Die Geschichte «Das Züg mitar Prostitutsioo im Rhintil» führt die Zuhörer sogar in die Nachbargemeinde Au. Weiter findet man lustiges Stammtisch-Palaver aus den letzten 50 Jahren und auch einige Lebensphilosophien dürfen nicht fehlen. Speziell ist seine Begegnung mit Hechts’Ida, die ihr «Oegli-Wasser» anpreist.

Das Cover der CD hat die Diepoldsauer Grafikerin und Künstlerin Eva Wrann gestaltet.

Hörbuch-Präsentation mit Kunstaktion

Die Hörbuch-Premiere findet am Donnerstag, 11. April, um 20 Uhr im Atelier von Kuspi an der alten Unterdorfstrasse 15a in Widnau statt. Er wird seine Geschichten live vortragen und einige Sequenzen aus dem Hörbuch vorspielen. Damit es nicht langweilig wird, überrascht Kuspi mit kleinen Kunstaktionen und Hans Peter Sigismondi zeigt in seinen Einspielungen frühere Aktionen des Künstlers.

Kontakt: www.kuspi.ch

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