Derby auf der Rheininsel

Über 200 Faustballer in 33 Mannschaften ermitteln am Wochenende während über zwölf Stunden in sechs Ligen, auf sieben Spielfeldern und in 43 Partien ihre Auf- und Absteiger.

Conrad Aschwanden
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Kevin Kohler ist nach dem Gewinn der Silbermedaille an den U21-Europameisterschaften in Prelouc (CZ) wieder mit viel Motivation zurück im Widnauer Team und wird dabei von Trainer Sieber beobachtet. (Bild: pd)

Kevin Kohler ist nach dem Gewinn der Silbermedaille an den U21-Europameisterschaften in Prelouc (CZ) wieder mit viel Motivation zurück im Widnauer Team und wird dabei von Trainer Sieber beobachtet. (Bild: pd)

FAUSTBALL. Herausstechend ist dabei um 17 Uhr das Rheintaler Derby in der Nationalliga A zwischen Diepoldsau und Faustball Widnau. In der Nationalliga A wird am Samstag die Qualifikation abgeschlossen. Die derzeitige Tabellenkonstellation lässt eine grosse Rechnerei erahnen. Denn der Qualisieger steht in einer Woche direkt im Endspiel. Der Zweite und der Dritte spielen beim Finalevent am Samstag in Neuendorf den Halbfinal und ermitteln den Gegner.

Faustball Widnau benötigt zwei Punkte, um den Final direkt zu erreichen. Denn die Rheintaler könnten dann nur noch von der FG Elgg-Ettenhausen eingeholt werden, doch sie haben in beiden Spielen gegen die Faustballgemeinschaft gewonnen.

Kompliziert wird es auf den nächsten Plätzen. Der Halbfinalverlierer kann im kleinen Final gegen den Sieger der Partie Quali-Vierter gegen -Fünfter antreten. Um noch Schweizer Meister zu werden, muss also mindestens der dritte Rang erreicht werden. Vier Mannschaften haben dazu noch gute Chancen, und viele Varianten sind möglich.

Schafft der SVD den Final?

Intakt sind die Chancen für den SVD Diepoldau-Schmitter. Die Rheininsler könnten mit zwei Heimsiegen gar noch die Qualifikation gewinnen. Sie verloren wohl das Hinspiel in Widnau mit 1:3 (6:11, 11:8, 9:11, 5:11), doch letzte Woche gelang ihnen über dem Rhein ein deutlicher Cupsieg mit 5:0. Viel wird davon abhängen, ob der verletzte Cyrill Schreiber wieder mitspielen kann.

Da die NLB-Meisterschaft am Samstag endet, stehen dem SVD aus dem Reserveteam mit dem NLA-erfahrenen Christian Lässer und dem ebenfalls starken Stefan Hutter zwei weitere Angreifer zur Verfügung. Denn die Reglemente des nationalen Verbandes lassen es zu, am gleichen Tag in zwei Ligen zu spielen.

SVD-Reserven vor NLB-Titel

Bereits ab 11 Uhr steht das Reserveteam im Einsatz. Die junge Mannschaft (alle Spieler zwischen 20 bis 23 Jahre) führt die Rangliste der Gruppe Ost in der Nationalliga B an und alles deutet darauf hin, dass ihr der Titel kaum mehr zu nehmen ist. Zum Auftakt trifft sie auf Schwellbrunn und nach dem Duell der beiden Gastmannschaften auf Oberwinterthur. Beide Gegner haben weder eine Chance nach vorn, noch stehen sie in Abstiegsgefahr. Den SVD-Reserven genügt ein Sieg zum NLB-Titel. Wie in der NLA streiten vier Teams um die drei Spitzenpositionen – in der NLB um die Medaillenplätze. Drei davon sind Reservemannschaften und können nicht aufsteigen, da in den Nationalligen sowie in der ersten Liga nur eine Mannschaft pro Verein spielberechtigt ist. Daher geht Rüti/ZH in die Entscheidung, die Anfang September in Olten mit dem Sieger West (Olten) sowie dem noch offenen Achten der NLA stattfindet.

SAP-Meister Walzenhausen?

Bereits ab 9.30 Uhr stehen sich auf sechs Spielfeldern parallel die 27 Mannschaften der regionalen SAP-Ligen gegenüber. Am vierten Spieltag treffen sie ihre Entscheide, wobei vor allem der Titel in der zweiten Liga interessiert. Denn der Erste kann als SAP-Meister in die Ostschweizer Erstligagruppe aufsteigen. Nach 13 Uhr dürfte die Entscheidung feststehen.

Als grosser Favorit gilt die junge Mannschaft des STV Walzenhausen, die seit diesem Sommer neu vom nationalligaerfahrenen Remo Pinchera angeführt wird und mit Faustball Widnau eine Trainingsgemeinschaft bildet. Die Vorderländer führen mit einem Spiel weniger, aber zwei Punkten mehr vor Schwellbrunn II und den Vorarlbergern aus Schwarzach. Ebenfalls mit einer Partie weniger, aber bereits vier Punkte zurück folgt das dritte Widnauer Team und hat ebenfalls noch Chancen auf eine Medaille.