Der Waldhonig und die Laus

Für den Waldhonig sammeln die Bienen nicht, wie häufig angenommen, Blütenstaub von Pflanzen im Wald, sondern den sogenannten Honigtau. Dabei handelt es sich um überschüssigen Zucker, den pflanzensaugende Insekten, wie etwa Blattläuse, nach der Verdauung von Pflanzensaft ausscheiden.

Merken
Drucken
Teilen

Für den Waldhonig sammeln die Bienen nicht, wie häufig angenommen, Blütenstaub von Pflanzen im Wald, sondern den sogenannten Honigtau. Dabei handelt es sich um überschüssigen Zucker, den pflanzensaugende Insekten, wie etwa Blattläuse, nach der Verdauung von Pflanzensaft ausscheiden. Das Lebenselixier für die Blattläuse ist Aminosäure (stickstoffhaltige Verbindung). Weil der Pflanzensaft wenig Aminosäuren, aber reichlich Zucker ausweist, müssen die Blattsauger relativ viel Saft aufnehmen, um ihren Stickstoffbedarf zu decken. Entsprechen viel Zucker wird nach dem Verdauungsprozess ausgeschieden.

Wie der Fachliteratur weiter zu entnehmen ist, besteht Honigtau chemisch im Wesentlichen aus aus Frucht-, Trauben- und Rohrzucker. Dieser Honigtau wird von Bienen gesammelt und im Bienenstock in die Honigwaben eingelagert.

Gibt es keine Blattläuse oder ähnliche pflanzensaugende Insekten, gibt es auch keinen Waldhonig. Regnet es, verschwinden die Läuse, ist das Wetter zu gut, trocknet der Honigtau, bevor ihn die Bienen sammeln können. (kla)