Der vielen Mühe karger Lohn

Ein beinahe in Bestbesetzung angetretenes Widnau konnte gegen Gossau ZH trotz zahlreicher guter Möglichkeiten mit einem 1:1 nur einen Punkt sichern. Widnau – Gossau 1:1 (0:0)

Gerhard Huber
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Abdoski (vorne) setzt sich gegen die Gossauer Verteidigung durch. (Bild: Gerhard Huber)

Abdoski (vorne) setzt sich gegen die Gossauer Verteidigung durch. (Bild: Gerhard Huber)

Endlich waren sie wieder da. Die heimgekehrten Urlauber Julian Bösch und Tormann Beni Frei hatten genauso den Weg zurück in die Widnauer Stammelf gefunden wie auch Abwehrchef Daniel Lüchinger, dessen lädiertes Knie wieder mitmachte. Beinahe in Bestbesetzung war gegen den FC Gossau ZH ein Sieg angesagt, um nicht schon früh in der Saison den Anschluss an den Tabellenleader aus Kreuzlingen vollkommen zu verlieren.

Duplizität der Ereignisse

Was die 200 Zuschauer auf der Aegeten bei Wind und Regen dann zu sehen bekamen, glich frappant dem letzten Heimspiel an selber Spielstätte vor zwei Wochen gegen den FC Freienbach. Die Duplizität der Ereignisse war schon kurios. Genau wie vor zwei Wochen sah man in Hälfte eins ein torloses, aber dennoch interessantes Spiel mit Torchancen auf beiden Seiten. Genau wie vor zwei Wochen kamen die Widnauer immer wieder über die Flügel, wobei diesmal vor allem die Flanken von der rechten Seite meist harmlos blieben. Genau wie vor zwei Wochen spielte die Verteidigung mit dem wiedergenesenen Lüchinger eine routinierte, gute und beinahe fehlerfreie Partie. Und genau wie vor zwei Wochen war es die 61. Minute, in der das Unheil seinen Lauf nahm. Und wieder war es Dejan Jevtic, der an der Führung der Gäste nicht unschuldig war, indem er den Gossauer Stürmer Muggli im Strafraum etwas ungeschickt zu Fall brachte. Der vom ausgezeichnet und konsequent agierenden Schiedsrichter Ravlija sofort verhängte Strafstoss wurde von Gojani souverän zur 1:0 Führung der Gäste verwandelt.

Als ob das Drehbuch des letzten Heimspiels wiederholt werden sollte, gelang auch an diesem Sonntag den Widnauern wenige Minuten später der Ausgleich, als der ausgezeichnet spielende Dario Faleschini einen Verzweiflungspass quer über das ganze Spielfeld in den Strafraum spielte. Endlich hatte Abdoski seinen Torriecher wiedergefunden, stand goldrichtig und köpfte an Tormann Ege vorbei ein.

Druckvoll zum Schluss

Und wieder war es das Rankovic-Team, das in einer Schlussoffensive gegen das Gossauer Tor anrannte. Ein Volley-Kunstschuss von Abdoski, der die rechte Stange streifte, und zwei Superchancen für Arton Thaqi waren die Ausbeute. Einmal von Julian Bösch mit einem Steilpass ideal in Szene gesetzt, konnte er Tormann Ege nicht überwinden. Und drei Minuten vor Schluss, nach schöner Kombination im Strafraum kam er wieder zum Schuss aufs Tor, der allerdings von einem Gossauer Verteidiger abgeblockt werden konnte.

Anders als vor zwei Wochen, als die Freienbacher in der Nachspielzeit noch den 2:1-Siegtreffer erzielten, rettete Widnau dank Goalie Frei das 1:1-Unentschieden über die letzten Minuten. Will die Mannschaft von Trainer Rankovic nicht im Mittelmass der Tabelle versinken, so müssen in den nächsten beiden Runden aber mehr Punkte her.

2. LIGA INTER, GRUPPE 6

Aegeten – 200 Zuschauer – SR: Ravlija.

Tore: 62. Gojani 0:1, 65. Abdoski 1:1.

Widnau: Frei; Dario Faleschini, Jevtic, Lüchinger, Kuster; Nüesch (89. Timo Faleschini), Bösch, Sonderegger, Hot (60. Bujar Thaqi); Abdoski, Arton Thaqi.

Gossau: Ege; Kipoy, Rutter, Ribolla, Kündig; Jonas Müller (76. Gachnang), Gojani, Perparim Gashi, Schmid; Muggli, Flamur Gashi (87. Lukas Müller).

Gelbe Karten: 8. Muggli (Foul), 14. Perparim Gashi (Reklamieren), 34. Flamur Gashi (Handspiel), 39. Abdoski (Foul), 62. Jevtic (Foul), 67. Bujar Thaqi (Foul), 70. Lüchinger (Foul).

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