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Der Tunnelvariante auf der Spur

Nicht nur die Vorarlberger Strassenprojekte nehmen immer mehr Gestalt an, sondern auch die Planung im Rheintal.
Kurt Latzer
Ein solches Bild ist in Diepoldsau mehr Alltag als Ausnahme: Die Autos stauen sich vor dem Grenzübergang, häufig weit bis ins Dorf zurück.Bild: Kurt Latzer

Ein solches Bild ist in Diepoldsau mehr Alltag als Ausnahme: Die Autos stauen sich vor dem Grenzübergang, häufig weit bis ins Dorf zurück.Bild: Kurt Latzer

Den Verkehr im unteren Rheintal beidseits des Grenzflusses zu entflechten und damit die Gemeinden zu entlasten ist seit Jahrzehnten ein Thema.

Vor allem in Vorarlberg. Wie jüngst in Medien ennet der Grenze zu lesen war, wollen die Verkehrsverantwortlichen 2020 entschieden, wo sie die S18 bauen wollen. Zudem startet dann der Bau des neuen Autobahnanschlusses «Rheintal Mitte». In Hohenems will man mit dem Bau eines Mega-Kreisels beim A14-Anschluss und neuen Strassen den Blechlawinen ein Ende bereiten, der Entscheid dafür ist bereits gefallen.

Wie Diepoldsaus Gemeindpräsident Roland Wälter kürzlich sagte, macht man auch bei der «Netzstrategie Mittleres Rheintal» Fortschritte. Für das mittlere Rheintal werden mit der Netzstrategie Raum Diepoldsau, Hohenems, Altach, Mäder, Kriessern grenzüberschreitende Verkehrslösungen entwickelt, für die seit September 2016 ergänzende Studien in Arbeit sind.

An einer Infoveranstaltung im Frühjahr 2018 wurde die sogenannten Südspange präsentiert. Dabei kamen aus der Bevölkerung Fragen, z.B. ob man für die Strasse bereits Unterflurlösungen geprüft habe. Der Landverlust durch den Strassenbau polarisiert auf der Rheininsel sehr. «Das haben wir aufgenommen. Nach Verhandlungen mit dem Kanton werden noch diesen Monat Offerten für die Überprüfung der Unterflurlösungen eingeholt», sagt Roland Wälter. Die Anfragen würde an Tunnelbaufirmen und Geologen gestellt. Gemeinde und Kanton wollen noch heuer informieren, welche Unternehmen die Aufträge erhalten haben. Nach Abschluss der Arbeiten wisse man, ob eine Tunnellösung auf Schweizer Seite möglich ist und wo. Wann die Planung soweit abgeschlossen ist, um ein endgültiges Projekt vorzustellen und aufzulegen, steht allerdings nicht fest.

Netzstrategie und ihre Varianten

Die Studie Netzstrategie Raum Diepoldsau, Hohenems, Altach, Mäder, Kriessern (DHAMK) ergänzt die Ergebnisse von «Mobil-im-Rheintal» für Verkehrslösungen im mittleren Rheintal. Die Ergebnisse dienen als Input für das Agglomerationsprogramm Rheintal. Zu den Massnahmen zählt eine zweispurige Netzverbindung im übergeordneten Landes- beziehungsweise Kantonsstrassennetz im engeren Geländekorridor südlich von Diepoldsau. Dabei handelt es sich um eine Verbindung zwischen der Vorarlberger A14 und der St. Galler A13. Laut Grobbeurteilung zeigt sich die grösste Entlastung der Gemeinde Diepoldsau in den Varianten MK 3.2 (bei der heutigen Hauptverkehrsachse durch Diepoldsau) und MK 3.3 (weite Umfahrung südlich des Diepoldsauer Zentrums). Mit den Varianten 3.4 Nord, 3.4 Süd (südlich der Rietbrücke) und MK 3.5 (nördlich des Grenzübergangs Kriessern-Mäder) entlasten zwar die Ortsdurchfahrt Diepoldsau weniger, dafür aber zugleich das Dorf Kriessern. In der Studie heisst es: «Die stärkste Bündelung von Verkehrsströmen weist die Verbindung gemäss MK3.3 mit einem durchschnittlichen Wochentagsverkehr von täglich ca. 14300 Fahrzeugen pro Tag auf.» (kla)

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