Der Tango blühte in Berneck

Für die Liebhaber von Tangorhythmen war Berneck gestern Abend ein Muss. Die Band der Grabser Jazz-Pianistin Annalise Bereiter-Grob liess solche in deren ganzen Schönheit erklingen.

Max Pflüger
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Virtuose Tango- und Jazzrhythmen mit Tangorea. (Bild: Max Pflüger)

Virtuose Tango- und Jazzrhythmen mit Tangorea. (Bild: Max Pflüger)

BERNECK. Zum begeisternden Konzert im «Wein Berneck» hatte das Kulturforum Berneck eingeladen. Es fand als zweiter Anlass im Rahmen der MaiBlüten 2016 statt. «Tangorea – From Tango to Chick Corea», so war das Programm überschrieben, das von virtuos gespielten Tangorhythmen und jazzigen Improvisationen lebte.

In der Pause servierte das Kulturforum den Gästen ein Glas «Wein einer Nacht» aus dem Keller des Hauses und bewies damit, dass hervorragender Wein ebenfalls zu den Bernecker Kulturgütern gehört.

Von Tango zu Jazz

Annalise Bereiter-Grob ist ausgebildete Jazzpianistin. In einem Workshop für argentinischen Tango wurde ihre Liebe zu den heissen lateinamerikanischen Tanz-Melodien geweckt. Mit Tangorea hat Annalise Bereiter diese beiden Leidenschaften vereinigt.

Im MaiBlüten-Konzert vom Freitagabend kam dies immer wieder zum Ausdruck. Tangokomponisten, vor allem natürlich Astor Piazzolla, waren ebenso zu hören wie Stücke des Jazzpianisten Chick Corea, der als Vater des Jazzrocks in die Musikgeschichte eingegangen ist.

Eigene Kompositionen

Daneben aber führten die fünf Musiker auch eigene Arrangements und eigene Kompositionen der Pianistin auf. So zum Beispiel das melodische und weiche, aber dennoch ausdrucksstarke «Consolation» oder Chick Coreas «Children Song», von Bereiter zu einer musikalischen Familiensaga ausgebaut.

Fünf grosse Solisten

Dieses Werk ermöglichte jedem Musiker seinen eigenen brillanten Soloauftritt, denn Annalise Bereiter als grossartige Jazzpianistin hatte musikalisch ebenbürtige Partner zur Seite. Auf dem Kontrabass trug Dietmar Kirchner mit flinken Läufen melodisch gefällige Soli zum Konzert bei. Der Schlagzeuger begeisterte mit abwechslungsreichen Rhythmen, so beim «Tanguera», in das er mit feinem Fingertrommeln einstieg. Applaus auf offener Szene erspielte sich auch der Flötist Erich Tiefenthaler, der mit Improvisationen und ausdrucksstarkem Spiel überzeugte. Er übernahm von der Pianistin immer wieder die Führung der Band. Dem stand der Bandoneonist Markus Nauer in Nichts nach.

Es geht weiter

Heute Abend öffnet die MaiBlüte im «Wein Berneck» ihre nächsten Knospen mit einem phantastischen Percussionskonzert.

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