Der Sieg war nicht genug zum Aufsteigen

Um seine Chancen auf den Aufstieg in die 3. Liga zu wahren, musste Widnau II am Samstag gegen Rorschacherberg gewinnen, was mit 3:1-Toren auch gelang. Weil aber Amriswil II am Sonntag gegen Neukirch-Egnach siegte, verpassen die Widnauer Reserven die Promotion.

Gerhard Huber
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Das «Zwoa» des FC Widnau mit Trainer Salvatore Roccia (links) spielte eine starke Saison in der 4. Liga. Im letzten Match erfüllten die Spieler mit dem Sieg in Rorschacherberg zwar ihre Pflicht, es reichte aber nicht zum Aufstieg, weil auch Konkurrent Amriswil II siegte. (Bild: Ulrike Huber)

Das «Zwoa» des FC Widnau mit Trainer Salvatore Roccia (links) spielte eine starke Saison in der 4. Liga. Im letzten Match erfüllten die Spieler mit dem Sieg in Rorschacherberg zwar ihre Pflicht, es reichte aber nicht zum Aufstieg, weil auch Konkurrent Amriswil II siegte. (Bild: Ulrike Huber)

FUSSBALL. Kuriose Spielansetzung im Aufstiegsduell in der 4. Liga. An der Spitze der Gruppe 4 führte vor der letzten Runde Amriswil II vor Widnau II, das nur drei Punkte Rückstand und viel weniger Strafpunkte aufwies. Bei einem Sieg von Widnau in Rorschacherberg und einer sonntäglichen Heimniederlage der Amriswiler gegen den Drittplatzierten FC Neukirch-Egnach würde das Zwei von Widnau den Aufstieg in die 3. Liga schaffen. Wieso diese Spiele nicht zeitgleich angesetzt waren, wissen nur die Verantwortlichen des Ostschweizer Fussballverbandes.

Saisonziel erfüllt

«Eigentlich haben wir unser Saisonziel erreicht», sagt Trainer Salvatore Roccia. Die Vorgabe bestand nämlich darin, junge Spieler einzubauen und sie auf spätere Einsätze in der ersten Mannschaft vorzubereiten, rekonvaleszenten Spielern des Fanionteams die Chance auf Spielpraxis zu geben und an der Spitze der Tabelle mitzuspielen. «Aber selbstverständlich wäre der Aufstieg in die 3. Liga sehr wichtig für uns.» Und Co-Trainer Giuseppe Giuliano ergänzte: «In der 3. Liga könnten wir unsere Talente noch besser fördern, weil dort einfach besser Fussball gespielt und nicht nur das Spiel zerstört wird.»

Die Aegeten-Reserve musste also gegen den FC Rorschacherberg gewinnen. Was auch gelungen ist. Allerdings täuscht das Ergebnis von 3:1 ein wenig. Denn Rorschacherberg erwies sich über weite Strecken als ebenbürtiger Gegner, erzielte zwischenzeitlich den Ausgleich zum 1:1 und war zu Beginn der zweiten Halbzeit drückend überlegen. Erst gegen Schluss setzte sich die bessere Qualität der Widnauer durch, die mit Sandro Sonderegger und Jan Liechti zwei Spieler aus dem Fanionteam im Einsatz hatten.

Das Roccia-Team war Mitte der ersten Halbzeit durch ein von Senad Krasniqi erzieltes Freistosstor aus 18 Metern direkt ins rechte Kreuzeck in Führung gegangen. Nach dem Ausgleich der Hausherren gelang erst in der 83. Minute der erneute Führungstreffer durch Flamur Bojaxhi. Und in der zweitletzten Minute machte Christoph Steinmann mit dem 3:1 endgültig den Sack zu.

Das Notwendige getan

Der FC Widnau II hatte also erledigt, was für einen möglichen Aufstieg notwendig war. Was aber letztlich vergebliche Liebesmüh war, da Amriswils Reserven das sonntägliche Spiel gegen Neukirch-Egnach 3:1 gewannen und damit den Aufstieg in die 3. Liga schafften.

Widnau II: Dominic Huber; Patrick Steinmann, Jan Liechti, Philipp Zillig; Senad Krasniqi, Aleksandar Radisic, Daniel Grob, Sandro Sonderegger, Christoph Steinmann; Mehmet Bakan, Flamur Bojaxhi. Wechselspieler: Dominik Hutter, Lirim Bektasi, Mike Weder.