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Der Schutz auf Parzelle 648 darf nicht aufgehoben werden

Thomas Köppel

Das unter Schutz stehende Gebiet auf Parzelle 648 soll, wenn es nach dem Willen der Brunnen Immo AG und dem Stadtrat von Altstätten geht, ausgeschieden werden. Dies zusammen mit Parzelle 4761. In Tat und Wahrheit geht es ausschliesslich darum, ein über­rissenes Bauvorhaben (an der alten Stossstrasse 22, auf dem Felsenhügel gegenüber dem Restaurant Schützenhaus) zu realisieren und dabei sind ein paar Quadratmeter – unter Schutz stehende Hecke und Gelände – im Weg.

Es wird gerodet und Fels wird abgetragen

Die Ausscheidung, so der Fachbegriff dafür, bedeutet in diesem Fall: Ein Teil Pflanzen auf Parzelle 648 darf gerodet und, die entsprechende Baubewilligung vorausgesetzt, auch Fels abgetragen werden. Es findet eine Ersatzpflanzung auf der angrenzenden Parzelle 4761 statt. Was man nun in dem Fall aber wissen muss: Die vorhandenen Feld- und Heckengehölze auf Parzelle 4761 sind heute schon um ein Vielfaches grösser und vielfältiger (als die Ausscheidung) – aber eben nicht geschützt! Das wäre also etwa so, als wenn man den Teufel mit Beelzebub austreiben möchte.

Es bedeutet auch, dass die gesamte Schutzfläche zwar nicht kleiner wird, dies aber kein angemessener Ersatz ist, wie das vom Gesetz her vorgeschrieben ist. Dazu kommt, dass gerade in diesem Gebiet bereits vor ein paar Jahren schon eine «Ausscheidung» vorgenommen wurde. Notabene, ohne alle damals versprochenen Ersatzpflanzungen zu realisieren.

Fachleute empfehlen den Schutz beizubehalten

Die Überarbeitung der Schutzverordnung wurde von der Stadt in Auftrag gegeben und die Eingabefrist ist noch nicht abgelaufen. Die Empfehlung von Fachleuten lautet aber: Der Schutz von Parzelle 648 soll wie bisher erhalten bleiben.

Die Bauherrschaft (Brunnen Immo AG) meint mit einer Finte – unterstützt durch unseren Stadtrat – dieses Vorhaben nun realisieren zu können. Nicht zuletzt möchte die Brunnen Immo AG einen Teil von Parzelle 648 erwerben, dafür gibt es bereits einen Vorkaufsvertrag mit der Stadt. Damit, so meine Befürchtung, steht dann dem Niedergang des Schutzgebietes gar nichts mehr im Weg. Diese vorgezogene Änderung der Schutzverordnung und der Landverkauf ist k e i n Lausbubenstreich! Ich setze mich dafür ein, dass die Natur sich behaupten und ihren Platz behalten kann. Nicht umsonst steht das Gebiet unter Schutz. Vielfach sind es auch die kleinen Dinge, die ganz wichtig sind.

Mein Appell lautet, dass interessierte Zeitgenossen aufs Bauamt gehen und sich die Unterlagen der öffentlichen Auflage (18. Dez. 2017) zeigen lassen. Vor Ort kann man sich ein Bild der Situation machen. Und ganz wichtig: Wer nicht einverstanden ist, soll die nötigen Schritte unternehmen.

Thomas Köppel

Alte Stossstr. 16, 9450 Altstätten

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