Der Schüchterbach wird offengelegt

Zuerst war es ein Anliegen der Walzenhauser Feuerwehr. Sie forderte, den Schüchterbach im Bereich der Mineralquellen-Liegenschaft zu sanieren. Jetzt wird der Bach teilweise offengelegt.

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WALZENHAUSEN. Nach diversen Überflutungen brachte die Walzenhauser Feuerwehr im Sommer 1999 folgendes Anliegen beim kantonalen Tiefbauamt an: «Die Eindolung des Schüchterbachs ist ungenügend und im Bereich der ehemaligen Mineralquellen-Liegenschaft zu sanieren.»

In einer ersten Phase wurde im Frühjahr 2000 zu Lasten des Kantons ein neuer Staatsstrassendurchlass eingebaut. Im Sommer 2000 wurde die Belagserneuerung auf der Staatsstrasse mit dem Deckbelagseinbau abgeschlossen. Die Voraussetzungen für eine weitergehende Sanierung der ungenügenden Eindolung wurden somit geschaffen.

Im Bereich des eingedolten Gewässers bestand damals eine baufällige, private Stützmauer, welche aber unterdessen ohne gravierende Stabilitätsprobleme ersatzlos entfernt wurde, sodass zumindest zwischenzeitlich ein Grund für die dringende Ausführung der Sanierung entfallen ist.

Im obersten Teil des Sanierungsbereichs besteht ein gedeckter Feuerweiher. Das Konzept dieses Feuerweihers (Durchlauf des Baches durch den Weiher) und die Ausbildung des Einlaufes respektive die Vernachlässigung des aufwendigen Unterhaltes sind hauptverantwortlich für die Häufigkeit der Überflutungen. Ein Weiher, welcher von einem Bach durchflossen wird, wirkt wie ein Geschiebesammler. Eine entsprechende Löschwasserreserve kann nur gewährleistet werden, wenn der Feuerweiher in möglichst kleinen Zeitabständen vom Geschiebe befreit wird oder wenn möglichst viel Geschiebe vor dem Weiher zurückgehalten wird. Ein Rückhalt vor dem Feuerweiher behindert aber wieder den Hochwasserabfluss, sodass daraus wieder Überflutungen resultieren.

Der Schüchterbach soll nun auf einer Länge von etwa 32 Metern offengelegt und anschliessend mit einer 7,5 Meter langen Eindolung an den im Jahre 2000 erstellten Strassendurchlass angeschlossen werden. Der bestehende Feuerweiher wird in Absprache mit der Assekuranz Appenzell Ausserrhoden aufgehoben. (gk)