Der Saisonhöhepunkt

Am Schwägalp-Schwinget vom kommenden Sonntag treten über zwei Dutzend Eidgenossen an.

Emil Bürer
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SCHWINGEN. In diesem Jahr ohne eidgenössischen Anlässe bedeutet der bereits 13. Schwägalp-Schwinget vom kommenden Sonntag der Saisonhöhepunkt. Die Meldeliste mit 90 Schwingern und mehr als zwei Dutzend Eidgenossen verspricht – trotz Verzicht von Schwingerkönig Kilian Wenger – Spannung pur. Mit den Teilverbänden Bern, Innerschweiz und Nordostschweiz sind dabei die klar stärksten «Bösen» dabei. Gutes Wetter vorausgesetzt, werden wohl weit über 10 000 Besucher die Wettkämpfe am Fuss des Säntis mitverfolgen.

Mutzen mit Biss

Der Berner Verband reist mit Ausnahme des verletzten Schwingerkönigs Kilian Wenger mit der gesamten und momentan äusserst erfolgreichen Elite auf die Schwägalp. Angeführt wird das 15-köpfige Mutzen-«Rudel», darunter neun Eidgenossen, vom derzeit in Hochform schwingenden Matthias Sempach, Sieger 2012 am NOS-Teilverbandsfest (1a), am Weissenstein-Schwinget, am Berner Oberländischen Schwingfest sowie am Waadtländer Kantonalen und vor Wochenfrist auch überlegen am Berner Kantonalen. Ebenfalls antreten wird das Berner Schwergewicht Christian Stucki, Sieger am diesjährigen Brünig-Schwinget, am Oberaargauischen und am Bern Jurassischen Schwingfest. Die weiteren Kranzfestsieger im Berner Team sind Willy Graber, Thomas Zaugg und Florian Gnägi. Das Team der Innerschweizer umfasst ebenfalls 15 Aktive. Auch die Zentralschweizer wollen im Kampf um den Tagessieg ein Wort mitreden. Teamleader ist Adi Laimbacher, Sieger am Innerschweizer Teilverbandsfest und Rang 1a am Rigi-Schwinget. Unterstützt wird er von Andreas Ulrich, Sieger am Zuger Kantonalfest und Rang 1b am Rigi-Schwinget.

Ostschweizer gefordert

Die Ostschweizer werden alles daran setzen, den Sieg in den eigenen Reihen zu behalten. Die NOS-Mannschaft wird angeführt von Schwingerkönig Arnold Forrer und Unspunnen-Sieger Daniel Bösch. Forrer, auf der Schwägalp bereits dreimal erfolgreich, siegte heuer am Stoos-Schwinget, sowie an den Kantonalfesten der Thurgauer, Zürcher und Bündner. Bösch konnte sich am NOS-Teilverbandsfest (1b), St. Galler und Glarner Kantonalen als Sieger feiern lassen. Die St. Galler als klar stärkster Ostschweizer Kantonalverband stellen mit Andy Büsser, Martin Glaus, Urban Götte und dem immer zuverlässigen Jakob Roth weitere Eidgenossen. Der Appenzeller Michael Bless, die Bündner Beat Clopath und Edi Philipp sowie der Thurgauer Stefan Burkhalter, zweifacher Schwägalp-Sieger, sind die weiteren Ostschweizer Eidgenossen.

Nur zwei Rheintal-Oberländer

Indirekt vertritt nur der Altstätter Marcel Kuster das Rheintal, indirekt deshalb, weil er im Schwingclub Gais trainiert. Sonst werden die Rheintal-Oberländer nur vom Melser Duo Ruedi Eugster und Fredi Kohler vertreten. Das Anschwingen auf der Schwägalp ist am Sonntag auf 8.30 Uhr angesetzt. Auskunft über die Durchführung erteilt bereits am Samstag ab 7 Uhr Tel. 1600.