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Der Mammutprozess

Der gewaltsame Tod eines IV-Rentners kommt vor Gericht. Dabei geht es auch um Drogen und Menschenschmuggel. 14 Männer sind in Kreuzlingen angeklagt. Verhandelt wird ab Februar.
Ida Sandl

Es ist der grösste Prozess, den das Bezirksgericht Kreuzlingen je geführt hat. Vielleicht der aufwendigste in der Geschichte der Thurgauer Justiz überhaupt. Der gewaltsame Tod eines IV-Rentners in Kümmertshausen, zwischen Amriswil und Langrickenbach, vor sechs Jahren.

Ein Verbrechen, das im Laufe der Ermittlungen immer weitere Kreise gezogen hat. Es geht nicht nur um vorsätzliche Tötung, sondern um organisierten Drogenhandel, um Menschenschmuggel, Erpressung und mehr. Die meisten Straftaten wurden nicht im Kanton Thurgau begangen. Insgesamt sind 14 Männer vor dem Bezirksgericht Kreuzlingen angeklagt.

Vier von ihnen wegen vorsätzlicher Tötung. Sie stammen fast alle aus dem türkisch-kurdischen Milieu. Zwei weitere Männer sitzen in der Türkei im Gefängnis, auch sie sollen am Tod des IV-Rentners beteiligt gewesen sein.

Der Prozess werde ihnen aber in der Türkei gemacht. Das sagt der Vizepräsident des Kreuzlinger Bezirksgerichts und verfahrensleitender Richter in diesem Riesenprozess.

Das Gericht sucht einen Saal

Der Fall Kümmertshausen wird den Richter mehr oder weniger das ganze nächste Jahr absorbieren. Die Hauptverhandlung beginnt voraussichtlich in der zweiten Hälfte Februar. Bis Dezember soll der Prozess abgeschlossen sein, hofft er.

Montag, Dienstag und Mittwoch werden die Richter tagen. Donnerstag und Freitag sind als Reserve für den Notfall gebucht. Durch Ferien und Feiertage wird es Unterbrüche geben. Neben ihm werden weitere vier Richter und der Gerichtsschreiber an den Verhandlungen teilnehmen. Die Grösse des Prozesses sprengt die räumlichen Möglichkeiten des Kreuzlinger Gerichts. Dort muss ja auch das alltägliche Geschäft weiterlaufen. Man sei deshalb auf der Suche nach einem externen Raum.

In Frage käme dafür der Kreuzlinger Rathaussaal. Der wird bisher vor allem für die Gemeinderatssitzungen genutzt. «Da kämen wir gut aneinander vorbei», sagt der verfahrensleitende Richter. Man sei deswegen bereits mit der Stadt im Gespräch. Zumindest bei einem Teil der Verhandlungen wird es wohl Eingangskontrollen geben. «Wir sind dabei, das mit der Polizei abzuklären.»

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