Altenrhein
Der letztjährige Gestank ist grösstenteils verduftet – Reklamationen gab es dennoch

Was war das für ein Gestank 2019, unter dem die Bevölkerung in Altenrhein vor allem an heissen Tagen zu Leiden hatte?

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Nicht alle stören sich gleichermassen an den Gerüchen aus der ARA.

Nicht alle stören sich gleichermassen an den Gerüchen aus der ARA.

Bild: Adriana Ortiz Cardozo

(bes) Die ARA Altenrhein ist die erste in Europa – und eine der wenigen weltweit –, die über eine vierte Reinigungsstufe Spurenstoffpartikel mit Ozon und Aktivkohle aufspaltet, absorbiert und abscheidet. Doch mit Inbetriebnahme dieser Reinigungsstufe ist es im vorletzten Sommer im Dorf vermehrt zu Gestank gekommen. Lange war unklar, woran es lag, sogar eine Taskforce wurde eingesetzt. Auch Aggregatsausfälle und weitere Pro­bleme in der Abluftbehandlung hätten eine Rolle gespielt, sagt Geschäftsführer Christoph Egli.

Mit Blumenduft gegen ARA-Mief

Das letztjährig erarbeitete Massnahmenpaket zeigte Wirkung. Auch in diesem Jahr kam es wieder zu Geruchsemissionen. Allerdings: Im Vergleich zu 2019 gab es deutlich weniger Reklamationen.

Nebst der verbesserten Luftwäsche wurde versuchsweise eine Odorierung installiert. Ziel sei es, Restgerüche so gut wie möglich positiv zu besetzen, indem den Gerüchen aus der Abwasseranlage Blumendüfte zur Geruchsminderung beigemischt werden. Ausserdem seien weitere technische Verbesserungen in Auftrag gegeben.