Der Kreis schliesst sich

Die Ansiedlung der Kunstseidefabrik «Viscose» vor 88 Jahren war für das ganze Tal ein Lichtblick. In Zeiten grosser Arbeitslosigkeit wurde die neue Fabrik zu einem Dorf im Dorf, mit eigener Wasser- und Stromversorgung.

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Die Ansiedlung der Kunstseidefabrik «Viscose» vor 88 Jahren war für das ganze Tal ein Lichtblick. In Zeiten grosser Arbeitslosigkeit wurde die neue Fabrik zu einem Dorf im Dorf, mit eigener Wasser- und Stromversorgung. 1260 Mitarbeiter waren zu den besten Zeiten angestellt, der Vater von Tennisstar Roger Federer absolvierte hier die Lehre als Laborant. Mit dem wirtschaftlichen Abschwung in der Textilindustrie kam es ab 1988 zum Verkauf eines Teils der Betriebsanlagen, die «Viscose» wurde zur Setila AG und endete 2005 im Konkurs. Nun begann die Revitalisierung des Areals. Inzwischen haben sich rund 90 Firmen mit über 500 Arbeitsplätzen auf dem einstigen Fabrikgelände niedergelassen. Indem nun die Gemeinde eine riesige Parzelle kaufen konnte, eröffnen sich neue Chancen und schliesst sich ein Kreis: Vor 88 Jahren war es die Ortsgemeinde, die der damals neuen «Viscose» 10 Hektaren Land verkauft hatte. (gb)

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