Der Himmel war bunt

Mit einer Wettfahrt von über zwanzig Heissluftballons wurde gestern das Viscose Open in Widnau eröffnet. Noch heute und morgen präsentieren sich die im Viscose-Park tätigen Unternehmen, Institutionen und Künstler.

Gerhard Huber
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Jasmin Buschor (links) und Sarah Peter Vogt durften als Gäste beim Chef des Ballonclubs Alpenrheintal, Andreas Frank, mitfahren. (Bilder: Ulrike Huber)

Jasmin Buschor (links) und Sarah Peter Vogt durften als Gäste beim Chef des Ballonclubs Alpenrheintal, Andreas Frank, mitfahren. (Bilder: Ulrike Huber)

WIDNAU. Ein prächtiges Spektakel bekamen die Eröffnungsbesucher des Viscose Open gestern zu sehen und zu hören. Das Zischen und Fauchen der Gasbrenner, die die Luft erhitzten, mit der die zwei Heissluftballons gefüllt wurden und sich langsam zu voller Pracht entfalteten, erfüllte die Wiese beim Hotel Paul's. Ein majestätischer Moment, wenn sich die Gondeln vom sicheren Erdboden lösen und ihrem ungewissen Ziel entgegen schweben.

Mystische Stimmung

Der Massenstart der übrigen über zwanzig Ballons im langsam zur Neige gehenden Sonnenlicht fand im Rheinvorland in St. Margrethen statt. Aufgabe für die Ballonfahrer: Gelbe Markierungsflaggen möglichst genau ins Ziel auf dem Viscose-Gelände abzuwerfen.

Unvergesslich die vielen, in allen Farben des Regenbogens langsam über den Widnauer Himmel schwebenden Gondolfieren. Ebenso unvergesslich wie die mystische Stimmung beim «Night Glow», dem zauberhaften Glühen der Feuerstösse der Gasbrenner und der Ballone in der fortgeschrittenen Dämmerung zu dazu passender Musik.

Fallschirme und Helikopter

Bei den im Rahmen des Viscose Open stattfindenden 5. Internationalen Ballontagen Alpenrheintal wird sich dieses Schauspiel noch einige Male wiederholen (Samstag 8 und 17.30 Uhr, Sonntag 8 Uhr). Am Samstag findet ab 13.30 Uhr auf der Startwiese im Viscose-Areal ein weiteres Rahmenprogramm mit Fallschirmspringern, Helikoptern, Modellflugzeugen und vielem anderen für Jung und Alt statt.

Beim Viscose Open stellen rund 25 Unternehmen, Institutionen und auch Künstler, die allesamt im Viscose-Areal tätig sind, sich und ihre Leistungen vor. Open House total.

Mit Verpflegungsständen, Street Party und Kinderunterhaltung. Schon am Freitag Abend strömten viele hundert Besucher auf das Festgelände. Der Rahmen der Besichtigungsmöglichkeiten spannte sich von einem neuen Business-Hotel über Haustechnik-Profis und Ofen-und Kamin-Spezialisten bis zum Fitnesscenter und einer Schönheitsoase.

Möbelhändler sind im Viscose-Park genauso tätig wie der Red-Bull-Abfüller Rauch oder die Dosenproduktionsfirma Ball. Anlässlich der förmlichen Eröffnung hat Widnaus Gemeindepräsidentin Christa Köppel treffend angeführt, dass auf dem Viscose-Areal aus der grössten Industriebrache im Kanton in den letzten fünfzehn Jahren der grösste Gewerbepark der Ostschweiz entstanden ist.

«Wir sind alle noch Viscösler»

«Wir Widnauer sind alle immer noch Viscösler», meinte Christa Köppel und traf damit zielgenau das Widnauer Lebensgefühl. Wobei es sich mittlerweile, wie Albert Heule von der IG Viscosepark augenzwinkernd anmerkte, inzwischen eher um «Viscosepärkler» handelt.

Anschliessend zeigte der in diesem Gewerbepark tätige und lebende Künstler Spallo Kolb die Wichtigkeit einer Durchmischung eines solchen Areals mit Gewerbe, Wohnungen, Gastronomie und Ausstellungsflächen und lobte den entstanden gelungenen Branchenmix.

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