Der Frühling kommt stürmisch

Am Wochenende sollte es dem Winter im Rheintal an den Kragen gehen. Doch Sturmtief Eberhard verhinderte das Entfachen der Funken in Thal, St. Margrethen und Au. Der «Böögg» in Rüthi explodierte schnell.

Benjamin Schmid
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Nachdem es dem Winter bereits Ende Februar mit den warmen Temperaturen an den Kragen ging, machten ihm die Rüthner am Samstag endgültig den Garaus. Bevor der «Böögg» nach knapp zehn Minuten explodierte, hiess Funkenchef Urs Baumgartner und die «Jusig» Rüthi die Gäste willkommen. Viele Familien liessen es sich nicht nehmen, dem Spektakel in schöner Umgebung beizuwohnen. Besonders die jüngsten Funkenfans waren Feuer und Flamme. Nicht nur Einheimische mischten sich unter die Gäste, sondern auch auswärtige Besucher. So verfolgte eine Familie aus Berlin das Schauspiel ebenso wie Adam House aus Cincinnati, USA. Heuer organisierte der Fussballclub Rüthi zum ersten Mal den Funkenanlass in Kooperation mit der Gemeinde.

Weniger Erfolg hatten die Gemeinden Thal und Rheineck, die den Funkenanlass traditionell gemeinsam begehen. Aufgrund von böigem Wind entschied Angelo Franco, Präsident des Feuerwehrvereins Thal, den Scheiterhaufen aus Sicherheitsgründen nicht zu entfachen. Neu soll der Winter am Samstag, den 16. März vertrieben werden. Immerhin konnte der allseits beliebte Kinderfackelumzug durchgeführt werden, sodass sich viele Einwohner zum Festplatz bei der Sefar-Wiese begaben. Dort wurden sie von den einheimischen Guggen «Räbä-Forzer» und «Nuklear-Spränger» empfangen. Auf ihrem Weg an die Fasnacht in Walzenhausen stoppten sie bei der Funkenwiese und waren für tolle Stimmung verantwortlich. Weit über 200 Personen verweilten am Festplatz, tranken und assen, unterhielten sich miteinander oder wippten zur rhythmischen Guggenmusik.

Derweil in Thal wenigstens ein Teil des Programms durchgeführt werden konnte, bescherte das Sturmtief Eberhard am Funkensonntag den Besuchern in Au und St. Margrethen eine Absage. «Die Sicherheit sowohl der Zuschauer als auch der Anwohner geht vor», sagte Feuerwehrkommandant Pascal Zani. Für Louis Köppel aus Au war die Absage eine leise Enttäuschung, schliesslich hatte er mit seiner Klasse den «Böögg» mitgestaltet. «Wir haben gekleistert und gemalt», sagte der 6.-Klässler.

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