Der finale Kollaps

Es ist mittlerweile wohl dem optimistischsten Europäer klar geworden, dass sich der Beitritt in die Europäische Union nicht als segensreicher Marktzugang zu 500 Millionen Konsumenten entpuppt, sondern als Schulden- und Arbeitslosenmaschine. Dazu muss man sich ein paar Fakten zu Gemüte führen.

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Es ist mittlerweile wohl dem optimistischsten Europäer klar geworden, dass sich der Beitritt in die Europäische Union nicht als segensreicher Marktzugang zu 500 Millionen Konsumenten entpuppt, sondern als Schulden- und Arbeitslosenmaschine. Dazu muss man sich ein paar Fakten zu Gemüte führen. Arbeitslosigkeit in den Eurostaaten, Vergleich 2005 zu 2015, also ein Zehn-Jahres-Vergleich: Griechenland 2005 (10%), 2014 (26,5%); Spanien 2005 (9,2%), 2015 (24,5%); Irland 2005 (4,4%), 2015 (11,3%); Deutschland (10,2%), 2015, siehe da, (5%); Quelle Eurostat.

Wie unschwer zu erkennen ist, hat sich trotz Öffnung des Marktzuganges die Europäische Union für viele Länder eher als Fluch denn als Segen herausgestellt, die Arbeitslosigkeit hat sich in etlichen Euro-Staaten verdoppelt, sogar fast verdreifacht. Lediglich Deutschland konnte seine Arbeitslosenquote halbieren, woran dies wohl liegen mag?

Der Super-Gau steht uns noch bevor, denn Griechenland ist kein Einzelfall, was die Verschuldung anbelangt. Italiens Verschuldung liegt heute bei 2,2 Billionen Euro, bei einer in zehn Jahren verdoppelten Arbeitslosenquote. Frankreichs Verschuldung liegt bei 2,0 Billionen Euro, bei einer Arbeitslosenquote von 10,2%. Die Liste liesse sich im selben Stil weiterführen. Wie können bei all diesen Fakten gut bezahlte Schweizer Politiker die Schweiz in dieses Gefüge einbinden wollen? Um vom grossen Marktzugang profitieren zu können? Den haben wir mit den Bilateralen Verträgen.

Heinz Lüchinger

Balgach