Der FCM ist im Fahrplan

Wie letzte Saison ist Montlingen zur Halbzeit über dem eigentlichen Saisonziel klassiert: Die Oberrheintaler überwintern als bestes regionales Rheintaler Team auf Platz zwei.

Dominik Sieber
Merken
Drucken
Teilen
31 Treffer konnte der FC Montlingen in der Vorrunde bejubeln. Hier feiern die Kolbensteiner ein Tor beim 3:2-Derbysieg auswärts gegen den FC Au-Berneck, den zweitbesten Rheintaler 2.-Liga-Verein im Herbst 2015. (Bild: Archiv/Dominik Sieber)

31 Treffer konnte der FC Montlingen in der Vorrunde bejubeln. Hier feiern die Kolbensteiner ein Tor beim 3:2-Derbysieg auswärts gegen den FC Au-Berneck, den zweitbesten Rheintaler 2.-Liga-Verein im Herbst 2015. (Bild: Archiv/Dominik Sieber)

FC MONTLINGEN. Im Rückblick auf die Hinrunde der letzten Saison berichtete diese Zeitung mit dem Titel «Zurück auf der Sonnenseite» über den FC Montlingen. Auch ein Jahr später stehen die Oberrheintaler auf der Sonnenseite der Tabelle. Mit dem vorsichtigen Ziel gestartet, einen gesicherten Mittelfeldplatz zu erreichen, stehen die Kolbensteiner auf dem zweiten Platz. Der Rückstand auf Leader Chur ist genau gleich gross, wie die Reserve auf das Saisonziel – fünf Punkte.

Neuzugänge überzeugten

Die Stärke des Team von Jürgen Maccani lag erneut in der Offensive: Fast drei Treffer pro Spiel erzielte die Kolbenstein-Elf in den bisherigen Partien, was hinter dem souveränen Leader Chur der zweitbeste Wert ist. Im Gegensatz zur letzten Saison verbesserte sich auch die Defensive der Montlinger. Mit 16 Gegentreffern weist die Kolbenstein-Elf den drittbesten Wert der Liga aus. Ein grosser Anteil an dieser Stabilität brachte der Widnauer Neuzugang Valentin Aggeler: Der Innenverteidiger konnte wie die drei anderen Neuzugänge Michael Kara, Fisnik Berisha und Topskorer Adem Kum überzeugen.

Auch ein weiterer Nachwuchsspieler konnte in die erste Mannschaft integriert werden: «Mit Nico Federer konnten wir einen weiteren eigenen Junioren ins Team einbauen, was unserer Philosophie entspricht und unser Trainer auch versucht umzusetzen», sagt Sportchef René Hutter.

Zwischentief überwunden

Trotz den guten Voraussetzungen konnten die Kolbensteiner die Start-Pace (drei Siege) nicht durchziehen. Anfang Oktober zogen die Oberrheintaler eine kleine Schwächephase ein. Die Höhepunkte dieses Zwischentiefs waren die verdienten Niederlagen gegen den Abstiegskandidaten Rapperswil-Jona II sowie das Out im Cup gegen Winkeln. Aber in den letzten zwei Spielen kriegte der FCM die Kurve wieder.

Das Positive überwiegt in Montlingen. Denn in den Derbies steigerte sich die Mannschaft im Vergleich zur letzten Saison. Dank Siegen gegen Altstätten und Au-Berneck sowie einem Remis gegen Rebstein führt der FCM die Derby-Tabelle an (punktgleich mit Rebstein).

Daher überrascht auch das Vorrunden-Fazit von Sportchef René Hutter nicht: «Wir sind sehr zufrieden mit der Hinrunde. Wir sind im Fahrplan, und können so in Ruhe die Rückrunde planen». Am Saisonziel werden die Oberrheintaler aber nichts ändern.

Das Wort Aufstieg nimmt auf dem Kolbenstein niemand in den Mund. Das liegt wohl auch daran, dass mit Chur ein finanzkräftiger und spielerisch besserer Verein einsam an der Spitze liegt, sowie der Vorsprung auf das kompakte Mittelfeld der ausgeglichenen Liga nicht gross ist.