Der FC Au-Berneck überrascht positiv

Der Absteiger Au-Berneck überwintert auf dem dritten Zwischenrang. In Anbetracht des Total-Umbruchs vor der Saison eine beachtliche Leistung mit dem stark verjüngtem Kader.

Raffael Zanoni
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FC Au-Berneck. «Positiv überrascht», so lautet das Fazit von Kapitän Daniel Zeilinger nach dem letzten Vorrundenspiel. Und auch sein Trainer, Daniel Niederer, ist mit der ersten Saisonhälfte vor allem was die Plazierung anbelangt «sehr zufrieden». So richtig an einen Spitzenplatz geglaubt hatten vergangenen Sommer nämlich nur wenige. Der Abstieg, acht Abgänge zu St. Margrethen, ein Trainerwechsel sowie viele junge Spieler, das alles schien Au-Berneck vorerst zu schwächen.

Offenbar hat man sich auf der Degern aber gut erholt und konnte die eigenen Junioren vorbildlich in die erste Mannschaft integrieren. Dieses von Niederer vorgegebene Ziel konnte also bereits realisiert werden.

Abgebrühter werden

Als negativen Aspekt einer sehr jungen Mannschaft nennt Daniel Zeilinger die herrschende Naivität.

Dies äussere sich beispielsweise in unnötigen gelben Karten und entsprechend hoher Anzahl Strafpunkte (36). Und auch der Spielleiter ärgert sich rückblickend nur über die Heimniederlage gegen Besa (2:3), wo man zwei Mal eine Führung aus der Hand gegeben hatte. «Mit etwas mehr Abgeklärtheit wäre damals mehr drin gewesen», meinte Niederer damals nach dem aggressiv geführten Kräftemessen.

So weitermachen

Im Grossen und Ganzen soll die Rückrunde aus Auer Sicht aber so verlaufen, wie auch schon die Vorrunde. So konnte man gegen vermeintlich favorisierte Teams wie Rebstein (3:1) oder St. Margrethen (2:2) punkten. Des Trainers Vorgabe, «mit dem Abstieg nicht zu tun haben», konnte mehr oder weniger problemlos erreicht werden. Und Daniel Niederer ist zuversichtlich, dass dies auch in der zweiten Spielhälfte so bleiben wird. «Ich glaube nicht, dass wir noch in Bedrängnis kommen werden.

Es kann bekanntlich aber schnell gehen und wir müssen weiterhin auf der Hut sein und konstant bleiben.» Dann sollte auch der FC St. Margrethen gewappnet sein, wenn im kommenden Sommer die neuen Youngsters den ehemaligen Auern wieder das Leben schwer machen werden.

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