Der dritte Rüthner Präsident

RÜTHI. Mit Markus Straub stellt die Gemeinde Rüthi aktuell den höchsten St. Galler. Was nur die Wenigsten wissen: Auch der Vize-Präsident Peter Göldi hat Rüthner Wurzeln. Das Kantonsratspräsidium ist also derzeit ganz in Rüthner Hand.

Ralph Dietsche
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Rüthner unter sich (v. l.): Peter Göldi wird voraussichtlich nächstes Jahr zum Kantonsratspräsidenten gewählt, Gemeindepräsident Thomas Ammann amtete 2008/09 als höchster St. Galler und Markus Straub hat das ehrenvolle Amt derzeit inne. (Bild: Ralph Dietsche)

Rüthner unter sich (v. l.): Peter Göldi wird voraussichtlich nächstes Jahr zum Kantonsratspräsidenten gewählt, Gemeindepräsident Thomas Ammann amtete 2008/09 als höchster St. Galler und Markus Straub hat das ehrenvolle Amt derzeit inne. (Bild: Ralph Dietsche)

RÜTHI. Der St. Galler Kantonsratspräsident Markus Straub ist erst knapp drei Monate im Amt und schon jetzt scheint klar: Die Rüthner müssen den ehrenvollen Posten nicht so rasch aufgeben. Ganz zur Freude von Gemeindepräsident Thomas Ammann: «Rüthi scheint ein guter Nährboden für Politiker zu sein.» Innert acht Jahren wird nächstes Jahr mit Peter Göldi der dritte Rüthner das Amt des höchsten St. Gallers bekleiden. Vorausgesetzt, die Kantonsräte sprechen ihm ihr Vertrauen aus. Das dürfte allerdings für den ausgleichenden und engagierten Kantonsrat nur eine Formsache sein.

Seit 2013 Gemeindepräsident

Peter Göldi lebt zwar nicht in der Gemeinde am Fusse des Hohen Kastens, aber er ist immerhin Rüthner Bürger. «Mein Urgrossvater lebte im Oberen Färsch in Rüthi und arbeitete bei den SBB. Als Stationsvorstand kam er weit herum», weiss der CVP-Politiker, dessen Vorfahren den älteren Rüthnern unter dem Übernahmen «Valentins» noch heute ein Begriff sind. Feiern wird Peter Göldi seine Wahl in Gommiswald. Dort amtet er als erster Gemeindepräsident seit der Fusion im Jahr 2013. Heute besteht die Politische Gemeinde aus den Dörfern Ernetschwil, Gebertingen, Gommiswald, Ricken, Rieden und Uetliburg.

Auf die Aufgabe als Kantonsratspräsident freut sich Peter Göldi. Er wird als offiziell höchster St. Galler den Kanton an diversen Veranstaltungen im In- und Ausland repräsentieren. Markus Straub erzählt ihm beim Treffen schon einmal, welche Highlights auf ihn warten: «Kürzlich war ich am Bayerischen Landtag eingeladen. Dort wurde mir ein persönlicher Betreuer zur Seite gestellt. Deutschland hat eine ganz andere Art, solche Treffen zu zelebrieren. Das war eindrücklich, und auf diesen Termin darfst du dich freuen.» Bei diesem Treffen wird der Kantonsratspräsident richtig abgefeiert und auf Händen getragen. Beide betonen: «Es ist uns recht, dass dies nicht die Regel ist. Das brauchen wir nicht. Uns geht es um die Sache und nicht um uns als Person.» Sowohl der amtierende Präsident Markus Straub, als auch sein Nachfolger Peter Göldi sind auf dem Boden geblieben und politisieren volksnah. Wie es sich für Rüthner gehört. Was seine Repräsentations-Entschädigungen betrifft, wird Peter Göldi mit Sicherheit keine Schlagzeilen verursachen. Denn er ist der erste Präsident, dem die Pauschale von 30 000 Franken für seine Aufwendungen ausbezahlt wird. Und wie könnte es anders sein; dieser Entschluss wurde ebenfalls in Rüthi gefällt.